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Die Schicksale des lateinischen Münzbundes : ein Beitrag zur Währungspolitik / von Ludwig Bamberger
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Die schon im Jahre 1881 deutlich an den Tag gelegteAbsicht war denn auch so wenig erschüttert, dafs noch imJahre 1884 ein Gedankenaustausch in der Kammer stattfand,welcher nur die Bedeutung haben konnte, Zeugnifs dafür ab-zulegen, dafs man an seiner Absicht unerschüttert festhielt.Der ehemalige Minister, Nationalökonom und prinzipiellerAnhänger der Goldwährung Minghetti und der VertreterItaliens auf den Pariser Conferenzen, einer der anerkanntesten.Spezialisten in Bank- und Währungssachen, Luzzati, richtetenam 11. Mai 1884 eine Interpellation an die Regierung dahinlautend: ob entsprechend der Tagesordnung vom Februar1881 die belgischen und französischen Silber-Fünffranken vom1. Januar 1886 an das Recht, von Privaten und selbst an denStaatskassen angenommen zu werden, verlieren sollten?Worauf der Finanzminister Magliani unumwunden bejahendantwortete und seine Erklärung mit den bedeutsamen Wortenschlofs, dafs nach Ablauf der Münzconvention jene Tages-ordnung sicherlich in Vollzug kommen werde, wenn es nichtgar schon vorher geschähe.