Bewunderung zu erregen! War die Welt in ihrer Peripherienicht lange bekannt vor 1848 ? Ist aber umgekehrt die Möglich-keit solcher Erschliessungen an vielen, vielen Stellen im Innernder Länder nicht auch noch gerade so denkbar wie zuvor ? DerVerfasser selbst behält sofort den ganzen unermesslichen Konti-nent von Afrika vor, die klassische Erde, deren blosser Küsten-rand seit Jahrtausenden den Goldstaub versendet, doch wohlnur den Abfall tiefer verborgener Schätze? und gerade jetzt,wo die Aufmerksamkeit und Anstrengung der Entdeckungs-wissenschaft sich erst rüstet, das Innere des geheimnisvollenWeltteils zu sondieren? Wie viel fehlt, dass der ganze Nord-westen Amerikas durchforscht sei! und von Australien werdenwir noch zu reden haben."
Besser ist wohl niemals die Kritik einer unbedachten Vor-aussagung bestätigt worden! Die gewaltige Zunahme deraustralischen Goldproduktion, Transvaal und Alaska haben dieGoldgewinnung der Erde auf eine Höhe gebracht, dass sieheute mehr als doppelt so gross ist als in den glänzendstenJahren der kalifornischen Periode.
Freilich hat Suess eine dauernde Abnahme der Goldproduk-tion nicht für die allernächste Zukunft in Aussicht gestellt,sondern er schrieb: „Der Zeitpunkt ist aber unausweichlich, inwelchem, und zwar voraussichtlich nach wenigenJahrhunderten, die Goldproduktion sich dauernd in ausser-ordentlichem Masse vermindern wird, und dieses Metall bei fort-während zunehmender Seltenheit nicht mehr im stände seinwird, seine bisherige wirtschaftliche Stellung zu behaupten."—- „Also noch ,wenige hundert Jahre' — so bemerkt Bambergerzu diesem Ausspruch — liegen selbst nach dieser bösen Prophe-zeihung zwischen dem glücklichen Heute und jenen kommendenTagen der Goldarmut. Man braucht vielleicht noch gar keinschlechtes Gemüt zu haben, um bei dieser Vorstellung ganzunbewegt zu bleiben. Selbst angenommen, das vielbeliebteEthos und Pathos, welches die ,Volkswirte' heute so reichlichverzapfen, erheische nebst der Liebe zu den lebenden Menschen,deren Kindern und Kindeskindern noch eine ebenso herzlicheTeilnahme an den entferntesten Geschlechtern, selbst diesesangenommen, wäre doch der Gedanke berechtigt, dass zu früh-zeitig beschlossene Anordnungen füglich den Nachkommen mehr
8*