phoben prophezeiten Untergangsepoche, da nach deren Berech-nungen das Gold in einer gegebenen Zeit auf den vierten Teilseines bisherigen Wertes müsste herabgegangen sein! *) Spass-haft ist es in der That, die Erscheinungen zusammenzuhalten,welche das massregelnde Eingreifen in den natürlichen, selb-ständigen Gang der Dinge ebenso wie das Wehegeschrei ein-seitiger Polterer ihrer ganzen Komik nach biosssteilen. Alsnach der Mitte der fünfziger Jahre die obenerwähnten Ursachendas Silberagio auf seinen höchsten Preis getrieben hatten, alsChevalier und seine Anhänger triumphierend den Finger in dieWunde legten, bemächtigte sich der Regierung und der Bankin Frankreich die gleiche Angst, und es wurden Himmel undErde aufgeboten, der Silberausfuhr zu steuern. Man hätteglauben sollen, die Ähren könnten nicht mehr wachsen und dieMühlen könnten nicht mehr mahlen, wenn Silberbarren ausdem Lande und Goldbarren ins Land gingen. Eine Regierung,und eine französische insbesondere, ist einmal so beschaffen,dass sie den unwiderstehlichen Beruf fühlt, sich da in den Wegzu legen, wo der freiwillige Weltenlauf etwas anderes gestaltet,als man es bisher gesehen hatte; und eine Bank ist stets ge-neigt das zu verweigern, was man von ihr haben will. Fordertman Gold, so möchte sie Silber geben; will man Silber, so er-schrickt sie und möchte, dass man Gold nähme. In jenenZeiten liessen daher beide Autoritäten vereint alle Minenspringen, um den Silberexport zu verhindern. Alte Gesetzeaus den Zeiten des Valois wurden ausgegraben, welche dieEinschmelzer von des Königs Münze mit Galgen und Rad be-drohten; bei den Wechslern wurden Haussuchungen und nächt-liche Überfälle veranstaltet; es wurde dem Volksunwillen alsGegenstand allgemeiner Entrüstung denunziert, dass Menschenso schlecht sein könnten, Silbermünzen zu dem höheren Preis,welchen das Ausland dafür zahlt, auszuführen. Wie immerzeigte sich dies Verfolgungssystem nutzlos. Ins gerade Gegen-teil des erwünschten Erfolgs aber schlugen die Massregeln um,welche die Bank ergriff, um ihren Silbervorrat auf einer Höhezu erhalten, die von dem natürlichen Strom nicht fortgerissen
*) Dergestalt also, dass man statt für 15,425 Gramm Silber, wie heute,1 Gramm Gold, 4 Gramm Gold empfangen müsste!