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Sie damit aufhalten wollte. Erlauben Sie mir aber nur eineÄusserung von einer Seite, welche der Herr Abgeordnete ausWürttemberg auch anerkennen wird. Ich habe leider keine Er-klärung eines Württembergischen Gesandten auf der PariserMünzkonferenz zu meiner Verfügung, vielleicht ist er so gütig,die Äusserung eines Bayrischen Gesandten anzuerkennen, alseines seinem Herzen zunächst Stehenden. Als die VertreterDeutschlands aufgefordert wurden, sich zu erklären über einMünzsystem, das ihnen am ersten annehmbar sein würde, er-klärte der Gesandte von Bayern , der verstorbene Staatsratv. Hermann, dass er sich durch die Münzkonvention von 1857ffesren die anderen Deutschen Staaten gebunden fühle, und dass
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er nicht irgend eine Münze würde jemals acceptieren können,welche nicht in den Staaten des Zollvereins allgemein ange-nommen würde. (Hört! Hört!)
Dies, meine Herren, ist geschehen, nachdem durch denPrager Frieden bereits Osterreich aus der Münzkonvention von1857 entlassen war. Damals hat der Bayrische Vertreter an-erkannt, dass die übrigen Deutschen Zollvereinsstaaten nochuntereinander durch diese Münzkonvention gebunden sind,welches auch gar keiner Frage unterliegen kann, und ich be-haupte daher, wenn heute vorgeschlagen würde, der NorddeutscheBund solle einseitig ein Münzsystem gründen, so würde derHerr Abgeordnete aus Württemberg vollkommen berechtigt sein,hier aufzutreten und gegen einen Vertragsbruch des Nordensgegen den Süden zu protestieren. (Sehr richtig!)
Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, wie bedauerlich es wäre,wenn wir, die wir voriges Jahr für die Beförderung eines inter-nationalen Münzsystems gestimmt haben, es heute als etwasGleichgültiges erklärten, ob wir ein nationales Münzsystem be-kommen oder nicht, wenn wir nicht einmal das Wenigere zumachen im stände wären," nachdem wir von der Welt das Mehrverlangt. Aber, meine Herren, ich habe absichtlich auch des-halb meine Resolution so gefasst, dass der Norden nicht ge-bunden ist; er soll dem Süden gegenüber alle diejenigen Pflichtender Gemeinschaft, der guten Nachbarschaft, der nationalen Ein-heit erfüllen, welche man von ihm nur verlangen kann; er sollseine Pflicht thun, er soll von der ersten Stunde an die Staatendes Südens in die Lage versetzen, mit ihm ein Gemeinsames zu