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wir so teuer bezahlt haben und noch teuer zum Vorteil seinerEinwohner verwalten, dass Elsass, dem wir für die Strassburger Universität grosse Summen aus dem Gesichtspunkte der Reichs-solidarität gewidmet haben, dass dieses jetzt, weil es keinPapiergeld von Frankreich hat, ISOOOO Thaler Profit machensoll an der Sache. Wo ist da die Logik? Ich behaupte, dieseganze Einteilung geht vollständig gegen den Grundgedankendes nationalen Staates, wie wir ihn begründet haben, und solltendie verbündeten Regierungen sich weigern, diesen Grundgedankenweiter anzuerkennen als sie es mit diesem fünfzehnjährigenVorschuss gethan haben, so mache ich mich anheischig, inzweiter Lesung noch andere Gründe vorzubringen, die vielleichtnoch mehr durchgreifen; und deswegen bin ich der Ansicht,dass wir, weil, wie ich Ihnen bereits mehrfach angedeutet habe,wir erst bei der künftigen Bankgesetzgebung wirklich Massregelnwerden treffen können, um das ganze Staatspapiergeld auf einerationelle Basis zu bringen, weil dann eine Menge von An-sprüchen seitens des preussischen Staates wie anderer StaatenVerpflichtungen mannigfacher Art werden zur Anerkennungund Kompensation rufen müssen, — dass wir alle diese Fragenvertagen, bis wir das Bankgesetz machen; es wird dadurchdurchaus nicht geschädigt, ich greife keinem Rechte und keinerVerpflichtung vor. Ich erkenne den Herrn FinanzministerPreussens für vollkommen berechtigt an, ja auch für berufen,die Interessen seines einzelnen Staates hier auch nach Kräftenzu verteidigen, ich erkenne aber auch die Verpflichtung desReichstages und des Reiches an, seinen Standpunkt zu vertreten;und ich sage, gerade weil mir so viel daran liegt, dass dieseInteressen aus grossen Gesichtspunkten geordnet werden, weilich wünsche, dass die Bankgesetzgebung recht sicher und rechtbald hierher zurückkomme, deswegen will ich jetzt nicht diesekleine Rechnung ordnen, bei der Preussen ungefähr sechsMillionen Thaler nach Hause trüge, sondern sie mit der Er-örterung der Bankfrage in das nächste Semester verweisen. Ichwill so auskommen, wie ich es verantworten kann, dass ichjetzt nicht mehr als 40 Millionen Thaler Papiergeld mache. Diezehn Millionen, die weiter zur Einlösung gebraucht werden,machen mir keine Sorge. Wenn der Herr Vertreter der Reichs-regierung die Güte haben wollte zu sagen, wie viel Gold zur