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von mir gedruckt worden ist im Jahre 1872;*) er wird miralso auch erlauben, einiges vorzulesen aus den Akten vom Jahre1882, und zwar aus den offiziellen feierlichen Aktenstücken. Eshandelt sich da nicht um einen einfachen Vortrag, — ich könnteihm übrigens noch einige andere Irrtümer signalisieren, die injenem Vortrag stehen, und die aus dem einfachen Grunde hin-eingeraten sind, weil ich, nachdem ich im Handwerkervereingesprochen habe, im Jahre 1872 auf 3 Monate nach Italien ver-reiste und der Text durch einen Freund während meiner Ab-wesenheit redigiert wurde, ohne dass ich mich aufmerksamdarum gekümmert hätte; es steht ein noch viel grösserer Irrtumdarin, den ihm sein mich kontrolierender Freund**) signali-sieren wird, wenn er noch einmal schärfer zuschauen will.(Heiterkeit.)
Ich will aber hier zurückkommen auf die Erklärungen desKölner Kongresses, von dem, nachdem der Pariser Kongressgescheitert war, behauptet wurde, dass er die Welt erlösenwerde. Hier heisst es nun in der vierten Thesis:
So lange aber England bei der Goldwährung be-harrt, wird weder die Regierung noch die öffentlicheMeinung Deutschlands eine Freigebung [der Silberaus-prägung zugestehen, und es würden demnach alle Be-mühungen für das Zustandekommen des Bimetallismusvergeblich bleiben. Von der Einsicht des englischenVolkes hoffen wir, dass es den Segen und die Not-wendigkeit der vertragsmässigen Doppelwährung er-kennen werde.
Dann heisst es in Thesis 8:
Die deutschen Bimetallisten halten daran fest, dassDeutschland die Goldvaluta aufrechterhalten muss, solange England das Gleiche thut. (Hört, hört!)
Andere Redner haben sich nun bei Ausführung der Thesennoch viel eingehender und schärfer über diese Frage verbreitet.So hat z. B. Herr Professor Lexis, einer der angesehensten Au-toritäten, mein persönlicher Freund, obwohl Bimetallist —denn, meine Herren, das macht nichts; ich vertrage mich auf
*) Der Vortrag ist oben unter IV. wiedergegeben.
**) Gemeint ist Dr. Arendt.