veranlassen, nun zu Kreuze zu kriechen, pater peccavi zu sagen,zu Frankreich und zu Amerika zu kommen und zu sagen;nehmt mich armen Sünder auf, ich habe mich zum Besserenbekehrt! ? Meine Herren, welche Bedingungen werden wir dabekommen! Stellen Sie sich in die Lage des Vertreters, der ineiner solchen Situation auf der internationalen Konvention er-scheint.
Nein, meine Herren, ich kann nur zu dem zurückkommen,womit ich begonnen habe. Ich habe alle Argumente nicht er-schöpft, aber — ich fürchte, ich habe — Ihre Geduld erschöpft,und will nicht länger an sie apellieren. Unsere Reichsregierunghat bis jetzt, wenn sie auch meiner Ansicht nach darin gefehlthat, dass sie die Silberverkäufe eingestellt hat, im übrigen sehrwohl begriffen, welch' ungeheure Verantwortlichkeit auf ihrruht dafür, dass sie den Gedanken in die Welt setzen könnte,sie sei versucht, von der deutschen Münzwährung, bei der allesin Ruhe und Ordnung verläuft, abzuweichen und nun Miss-trauen ins Ausland und Inland zu säen. Selbst das Schwache,was bis jetzt in diesen wenigen Tagen geschehen ist, ist schonnicht ohne Wirkung gebheben. Wenn die Welt sich nicht mehralarmiert hat, ist es aus dem einfachen Grunde, dass jeder ver-ständige Mensch sich sagen muss: so gottverlassen kann diedeutsche Nation nicht sein, dass sie aus irgendwelcher theo-retischen Velleität ihre feste Währung preisgiebt und ihrenKredit in der Welt erschüttert. Es wird nichts geschehen, sagtsich die Welt, und deshalb beunruhigt sie sich nicht. Würdeaber der Gedanke platzgreifen, dass es dennoch möglich wäre,dass so etwas geschehe, so würde das eintreten, was bereits inkleinen Symptomen sich bemerkbar gemacht hat. In den letztenTagen haben sich bereits einzelne Personen, die die Dinge näherverfolgten, die Frage gestellt: wie könnte ich mich in Sicher-heit bringen gegen die Gefahr, dass die deutsche Valuta er-schüttert würde? Infolgedessen sind auswärtige Staatspapierean der Börse gesucht worden, inländische sind um ein wenigesgesunken. Die Wechsel auf London, die die Goldvaluta reprä-sentieren, sind gestiegen; die Leute, die bares Geld haben hierund da, haben sich schon mit solchen Wechseln versehen, weilsie der deutschen Valuta nicht mehr unbedingt das Zutrauengeben. Meine Herren, selbst die auswärtige Spekulation ist