herrlichung gütlich that, Staunen erregt, und das begreift sich;denn solche Dinge, wie er sie da kaltblütig aussprach, hattensich anderwärts als bei uns noch wenig hervorgewagt. Fol-gende sind einige dieser bescheidenen Aussprüche des englischenRedners:
Über die Frage, ob eine Doppelwährung möglich sei,herrsche jetzt eine Ubereinstimmung ( consensus ) derganzen ökonomischen Wissenschaft, und jemand, derjetzt noch eine von den alten einfältigen Formeln an-rufe, wonach es unmöglich sei, durch Staatsverfügungden Preis zweier Metalle festzusetzen, stelle sich nurdas Zeugnis aus, dass er ein im Punkte der letztenErgebnisse der politischen Ökonomie unwissendes In-dividuum sei; es werde nicht mehr lange Zeit ver-gehen, bis dass ein Mensch, welcher noch zu behauptenwage, eine Doppelwährung liege ausserhalb der Mög-lichkeit internationaler Ubereinkunft, unter dem allge-meinen Niveau und ausserhalb des Kreises einer ge-bildeten Denkart überhaupt dastehen werde, dem manes deutlich auf den Kopf sagen möge, dass er hilflosund hoffnungslos unter alten und vergessenen Thor-heiten einhertappe."
Die Versammlung begleitete diese Auslassungen mit leb-haftem Bravo. Wer erinnert sich nicht, einmal in Deutschland schon Ähnliches in ähnlichem Tone mit ähnlichem Beifall ver-nommen zu haben?
Der Urvater dieser Art von Selbstverherrlichung unterder Maske der Wissenschaft ist Ferdinand Lassalle . Zwarist „der Fluch der hohen Meinung, mit der der Geist sichselbst umfängt", bekanntlich älteren Datums; aber so wörtlichformuliert, wie wir ihn in Herrn Balfours berühmten Musternentlehntem Pathos lesen, findet sich die Sache doch vor allemzuerst bei Lassalle . Über das famose „eherne Lohngesetz"lässt dieser sich in einer grossen, oft citierten Rede folgender-massen aus:
„Dieses eherne und grausame Gesetz, meine Herren,müssen Sie sich vor allem tief, tief in die Seele prägenund bei allem Ihren Denken von ihm ausgehen. Jedem,