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und auch nicht ohne nochmalige wohlüberlegte Unter-suchung.
Ich möchte zweifeln, dass es nützlich sei, Silber so-wohl wie Gold zu unserer Währung zu machen. Woimmer Silber und Gold im selben Lande wie beispiels-weise in Paris als Geld umlaufen, besteht ein Agio aufGold, welches auf- und absteigt und deshalb nicht blossin der grösseren Annehmlichkeit des Goldes gegenüber 4
dem Silber seinen Grund haben kann. In England würde das Agio variieren im Verhältnis, als die Quellen,*)welche das eine oder das andere Metall liefern, nichtbloss positiv, sondern auch im Verhältnis zu einander,ausgiebig wären.
Wir müssen darauf gefasst sein, dass das Ergebnisaller jetzt im Gang befindlichen Bergwerksspekulationeneine Vermehrung der Silberproduktion sein, und dassder Unterschied des Wertes in seiner Relation täglichwachsen wird; und wenn wir Silber zu einem Teilunserer Umlaufsmittel in anderer Weise, als es bereits ^
der Fall ist, machten, würden wir bald auf unserenMärkten einen Goldpreis und einen Silberpreis haben.Die Wahrheit ist, dass, was jetzt in der Welt vorgeht,
Silber als einen Wertmesser unbrauchbar machen wird,und ich fürchte, dass es gegen dieses Übel kein prak-tisches Hilfsmittel giebt. Immerhin empfehle ich, wasauch über diesen Gegenstand verfügt werde, sowohl imKabinet wie anderwärts reiflich zu überlegen und diebetreffende Entschliessung nur langsam durchzuführen.
Ich bin ganz wohl und hatte eine sehr gute Reise;am Sonntag fahre ich weiter.
Wellington.
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Der Brief hat noch eine Nachschrift, die aber weiter untenerst nach notwendig vorauszuschickenden Erklärungen ihreStelle finden soll.
Zunächst nun ein Wort zur Erläuterung des sonderbaren
*) Im Text der Wellington-Correspondence steht Services , wo im Text der .
von Parker herausgegebenen Peel-Correspondence sources steht. Letzteres istoffenbar das richtigere, und Services nur ein Lesefehler des Kopisten.
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