Lei,». Flachs.
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Ltst8 cZc l-lollsnäe, so müste man eigentlick) auch sagen:l'oilcelel^oll-iucle. Siehe deS?tbt Olivctt'iosu^ie I^,n-cnise, vom Buchstab Unser Frauenzimmer, hat inZusammensetzung der Wörter Lein und Flachs, und>5auf, einige Unrichtigkeiten eingeführet, welche aberschon, so zur Gewohnheit geworden sind, daß man widerden Strom nicht schwimmen kann. Die Grammatik selbstmuß dem schönen Geschlechte etwas nachgeben.
Anmerkung, Wenn man das Wort Leine, von Linie, undalso aus dem Lateinischen herleiten wollte, wie in der Allg. D. Vibl.15 T>. 2 St. Z67S. geschiehet, so würde solches der ersten Etimio-logischen Regel zuwider seyn, welche Llauberg schon gegeben hat,in der kleinen Schrift, welche den Titel führet: är« Kkymoloßical'eittoinim, und in Lcibnihens LollcA. Lt)',nol. p. 19?. zu fiuvenist, da er sagt: (Zernuinici, vciczbula ^rius 6c ^nrius e ßenii-nn-cis, czuam pei-c^rini« fonribus clcrivsnciz. Und warum sollte mandiesem Worte einen lateinischen Ursprung geben, da cS so natür-lich von dem deutschen Worte Lein kann hergeleitet werden?
Das Francnzimmer, und die Kutscher oder dieFischcr, welchezum ersten Leinen gebraucht haben, haben sich gewiß wenig umLinien bekümmert, und es war ihnen nichts natürlicher', als dieBenennung der Sache von demjenigen herzunehmen, woraus sieverfertiget wurde, nehmlich vom Lein.
Frisck bestättiqet dieses im Wörterbuch?: Leine, sagt er,kommt her von Lein, weil die Schnüre oder dünne Seile, erstlichvon Flachsfäden gemacht wurden, hernach ist es auch von denen,so aus Werg und Hanf gemacht sind, gebraucht worden. UndWachter b/tracktet ebenfalls das WvrtLeine als ein abstammen«des von Lein, er übersetzet es tuniculuz ex Nur-g.
Z2. Recht. Richtig. Regelmäßig.Ordentlich.
echt ist dasjenige, was der Gerechtigkeit und den Ge-sehen gemäß ist. Es ist recht, daß man dem KaiserZins gebe. Es ist recht, daß m-m seine Schulden be-zahle. Es ist recht, daß der Böse gestraft werde. DieGerechtigkeit bringet es mitsich, dieGefttze besehl.cn es.
Daher