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Theil 1 (1777)
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Aue. Miese. Flur. Gegen. Wider. 129

Das Wort Lllchr, wird jetzo mehr von RednernUnd Poeten, als im gemeinen Reden und Schreiben, ge-braucht. Ein gewisser Poet, sagt in einem Gedichte aufder Schlacht bei Hochstädt :

So ließ Germanien — — ^—

— — ^- auf Hochstädts fetten Fluhren,

In rauchend warmen Blnr, gewisse Sicgesspuren.

Man muß dieses Wort, nicht mit Alle, oder ^eld,verwechseln , denn ob man gleich sagt: Das Vieh weidetauf unseren Fluhre,,: Der Feind trieb das Vieh, vonunseren Liuhren weg, die blumichtcn Fluhreu, unddergleichen, so wird doch dadurch, nicht eigentlich dasWeideland, sondernder Bezirk, und die Grenzen desOrtes angezeiget. Die abgeleiteten und zusammeNge-setzten Wörcer können dieses beweisen.

Fluren, heißt, die Grenzen eines OrtS bezeichnen.Flurbuch, das Buch worin die Grenzen beschriebensind. Flurrechc, das Recht über eine» gewissen Be-zirk iandeö. Siehe Frisch Wörterbuch, beim WorteFlur.

75. Gegen. Wider.

/Gottsched will, man soll diese Wörter so unterscheiden/

daß man „Gegen in einer freundschaftlichen,„der in einer feindschaftlichen Bedeutung nehme. Ein„Freund hat gegen den andern Hochachtung. Amglei-„chen: Man hat Ehrfurcht und Hochachtung gegen je-manden; Nicht wider. Hergegen heißt es : Du re-ibest wider deinen Bruder. Man streitet wider den,.Feind. „ Er führet zur Ursach an: „ÄUß es logisch zu„reden sehr heilsam sen, wenn die Wörter, so viel mög-lich ist, bestimmte Bedeutungen haben, und man nach„dem Grundsahe des besseren, lieber wider von gegen..unterscheiden, als beide mit einander vermengen müs-Srosthl.TH. I „se..,