Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Sollen. Müssen- Einzig. Allein. Einzeln, izl

öder XVidMpart. Ja man braucht oft die ersten dieserWörter, wenn man gewisse Urs.chen hat, die harreBedeutung der lehren zu meiden. In solchem Falle,würde man wol von einem Menschen, verwirklich unserLcuid und N?ldelsacher ist, sagen können : Ich habeeinen harten Gegner an ihm.

76. Sollen. Müssen.

)llen, beziehe sich auf ein Gebot, öder auf einenBefehl. Mujji-'-, auf eine Ve-Kindlichkeit, wor-in wir durch gewisse Umstände gcsetzet werden.

Wenn wir etwa? befehlen, sagen wir: Du sollst dasthun. Wenn wir einem Mensche» seine Schuldigkeitvorstellen, heißt es! Du mußt das thun. Ich habeMeinem Bedienten befohlen, er soll dahin gehen. Hierist der Befehl. Woferne du gelehrt werden willst, mußtdu viel Bücher lesen. Man muß sich in die ^eit schicken.Man muß schweigen. Wir müssen einen Vorgängerhaben. Der Mensch muß sterben- Hier ist die Ver-bindlichkeit.

Die Gebote Gottes sagen: Du solljt keine andereGötte? haben, u. s. w. Hingegen, wenn die Absicht aufeine Verbindlichkeit, in gewissen Umständen ist, heißtes: Man muß. Wer zu Gott kommen will, der mußglauben, d. er sey. Hebr . n, 6. Wer viel lehret, derMuß viel leiden, Pred. l, 8.

Selbst in der Redensart: Ich habe es meinem Be-dienten befohlen, er Muß es thun, siehet das Wortmuß, nicht auf den Befehl, welchen er empfangen hat,sondern auf die Verbindlichkeit, worin er stehet, zu ge-horchen-

77. Einzig. Allein. Einzeln.

^Ame Sache ist einzig / wenn sie ihres gleichen nicht^ mehr hat, oder wenn keine andere, von derselben

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