Blüthe. Blume. Flot. 159
daran hängen; die weibliche Blüthe, lässet sich anfdenTrageknospen, in Form eines kleinen rothen Sternchenssehen, nnd wird von dein Staube, welcher aus den Pal-men darauffällt befruchtet. Einige Gewächse haben ei-ne swltrerdlüthc, und dergl.
Die Benennung der Blumen, leget man besonderssolchen Pflanzen bei, deren Blüthe, sich durch ihre schöneFarben oder angenehmen Geruch, vor anderen hervorthut, nnd welche theils wild, ohne alle Pflege, anfdenFeldern nnd Wiesen wachsen, theils mit besonderemFleiße, und vieler Wartung in den Gärten gezogenwerden. .
Softgt man: Die Wiesen stehen jeho voller Dlu--men: Wenn die Kuhe im Frühjahre, die gelben Blu-men fressen pfleget sich auch die Butter zu färben: Die-se Blume wird zwar nicht geachtet, weil sie allenthal-ben wild wächset, sie ist aber so schön, daß sie zur Zier-de in einem Garten dienen könnte. Die Aornblumehat die schönste blaue Farbe.
Tulpen, Nelken, Anemonen, Hyacinthen, Auri-keln u. d. m. sind Blumen, welche in den Gärten ge-zogen werden. Aber auch von dieser pfleget man zuwei-len das Wort Blüthe zu gebrauchen, sonderlich wenndas Wort Blume von den Pflanzen selber gebraucht,und von der Zeit redet, in welcher sie blühen. Z.B.die Aurikcln, die Tulpen, stehen jetzt in seinem Gartenin der schönsten Blüthe.
Dieses Wortes, kann man sich auch ganz wohl, für dasausländische Flor bedienen, obgleich dieses in dem ge-meinen jeden, und unter den Blumenliebhabern ge-wöhnlicher ist, der Tulpenflor, der Nclkenflor.
Von den Bäumen und Strauchern, pflcgetman daSWort Blume nicht zu gebrauchen, obgleich einig«ihrer Blüthen, schöne Farben und einen angenehmen Ge-ruch haben. Man sagt nicht: Eine Apfeldlume, Bir-
nendlume,