!58 Unsinnig. Sinnlos. Blüthe. Blume. Flor.
da man keine Empfindung hat, und seine Sinne garnichtbrauchen kann.
Ein Mensch, welcher solche Dinge vornimmt, dieeine Beraubuna der Vernunft anzeigen, ist unsinnig:Wer in einer Ohnmacht lieget, ist Sinnlos.
M m sagt: Er schreiet, oder gebehrdet sich, als ober unslnnig wäre, das ist, als ob er der Vernunft be-raubt wäre, und die Sinne nicht recht brauchen konnte.Er stand bei dieser Nachricht ganz Sinnlos, will so vielsagen: Er schien ohne Empfindung zu seyn, und denGebrauch seiner Sinne verlohren zu haben.
97. Blüthe. Blume. Flor.
6^>as Wort Blüthe kann überhaupt von dem ganzen»—^ Pflanzenreiche, so wohl von den Bäumen undSträuchern, als von den niedrigeren Gewächsen undKräutern gebraucht werden.
Man sagt nicht nur von den Bäumen, welche einseßbare Frucht tragen, als Aepfel, Birnen, Kirschenund dergleichen, sie stehen in der Blüthe: Dle Acpfclsblürhe, Birnblürhe, Ixirschblürhe, sondern auchvon solchen, welche keine Frucht tragen, und nur einenbloßen Saamen zu Fortpflanzung ihres Geschlechts her-vorbringen, sie sind in der Blüthe: Lindenvlüche,j^spcnblüthe, Pappclklürhe, und dergl. Undvoii den Sträuchern Hiindeerblürhe, Schlecblürhe,Icsminb-üthe, u. s. w.
Imgleichen von niedrigen Gewachsen und Krautern,Arddeerdlürhe, der Klee, der Flachs in der Blüthe:Dieses Kraut muß mit der Blüthe gesammlet werden:Man muß das Unkraut ausreißen ehe es in die Blüthekommt, u. d. m.
Die Naturforscher unterscheiden in dem Pflanzenrei-che , die männliche und weibliche Blüthe. Die männ-liche Blüthe der Haselstaude, sind die Palmen, welche
daran