Unordentlich. Verwirret. 271
man bisweilen auch vor seinen Freunden verbergen, undsich äußerlich vergnügt anstellen.
Das Wort Harm, scheinet mit Gram einerlei zuseyn, und wird jetzt selten auch nur in der höheren Schreib-art gebraucht. Auch von dem Zeitworte härmen, sagtFrisch, es veraltet sehr. In der Bibel stehet es 2 B.Maccab. 9, 68. Bachides harmere sich sehr, daß seinAnschlag und Zug vergeblich war.
Wollte man auf die Etymologie sehen, welchelVachrer von diesen beiden Wortern giebt, so möchteman doch einigen Unterschied zwischen ihnen machen kön-nen. Er zeiget daß die Alten, das Wort Harm, für ei-nen Schaden oder das zugefügte Unrecht selbst gebrauchthaben. I^srin, sagt er, clsmnum, injuria cujuxcun^ueAcueris ^n^Ios., cletrimemum, ^ea»'MM, lae»clere, /ie-n'm 5?sn/mz, ^gluinniari. Und hernach führeter die andere Bedeutung an: äolor, vel triititi»
ex ciiimno vel injurin LLc-c^lg.
Von dem Worte Gram hingegen, sagt er: t?^?uinoeror. I-IelviZius cleäuxit a latino Aewere. krilci«8axonibv5 ALo»/ielt ^emei e. Aeinituz.T^inc c^uocl »b initio tuit^eo??^»', ^olteg mutgttt Lzni-nse litu, ^ronuntisri cc>e^>it^eo>m, etnoviilimct??,??//.^u^Iix eli luljzirium, et/o^oo», jn^emilce-
re, <^uac c-ieteiiz suut co^ngt^i.
Dieser Etymologie nach, möchte man beide Wörter sounterstl)eiden können, daß Harm sich mehr auf die in-nerliche Empfindung beziehe: Gram hingegen, zugleichden Nebenbegriff der Aeußerung derselben, durch Seuf-zen, Klagen und dergleichen, mit sich führe. Unterdes-sen glaube ich nicht, daß dieser Unterschied wirklich beob-achtet werde.
156. Unordentlich. Verwirret.
a6 nicht an seinem gehörigen Orte stehet, oder mitandern Dingen kein gutes Verhältniß hat, ist un-
ordenr,