296 Schickung. Geschick. Fügung.
geworden; So sehen wir auf das Verhangniß, odervielmehr auf die Vorsehung Gottes,welche es so Zuschickethat. Aus gleiche Weise sagt man: Dieses ist durch einebesondere Schickung geschehen. Man sagt auch aus-drücklich , eine Schickung Gottes
Wenn wir sagen: Dieser Meiisch hat ein besonderes(^es^dick erlebt, ehe er zu solchen Ehren gekommen ist;Oder: Das Geschick dieses Menschen ist ganz ausseror-dentlich, so sehen wir auf die Begebenheiten selbst, welcheihm zugeflossen sind. In diesem Fall aber brauchet manauch das Wort Schicksal, sein Schicksal ist ausseror-demlich. Er hat ein ganz besonderes Schickjalgehabt,und dieses ist gewöhnlicher.
Endlich, wenn wir sagen : Dieses ist durch eine be-sondere Fügung geschehen. Es ist eine besondere Lu?gung gewcsen, daß ich dazu gekommen bin, und derglei-chen , so sehen wir nicht nur auf die Vorsehung, welchees so gesuM, sondern auch, aus die Ordnung und Ver-bindung der Mittel, welche sie dazu gebraucht hcu, wo-durch alles gleichsam so zusammen gefüget worden, daßdiese Begebenheit entstanden.
Es war eine besondere Schickung, daß die StadtRom, welche über so viel Völker triumphiret^ und ihrGebiet, von einein Ende, der bekannten Welt, bis zumandern ausgebreitet halte, hei nach von dem Alarich ei-nem Barbar erobert wurde, der nicht einen Fuß breitiand hatte, welches er sein eigenes nennen konnte.
Der ^i onig Karl der zwölfte von Schweden , hat einganz ansserordemlicheS Geschick gehabt, da er erstlichei» Liebling des Glücks zu seyn schien, hernach miteinemmale, von demselben verlassen wurde, und so lange Zeitunter den Türken in Bender zubringen muste.
Es hat sich alles fügen müssen, oder: Es ist einebesondere Lugung gewesen, bei dem Untergänge de6mo-genläudischen KaiserchumS, daß esmeisiemheilsvon
elenden