Straflich. Strafbar. Straffällig, zo?
nigen, welcher dem Recht und der Billigkeit gemäß ist.Wenn wir durch dasjenige, was wir gethan haben, un-sere Absichten erreichen, so können wir sagen: Es ist eingutes Mittel dazu gewesen, ob es gleich nicht allemalder gute weg ist.
Für einen Kaufmann, welcher in Schulden stecket,ist es bisweilen ein gutes Mittel, seiner Schulden los zuwerden, und noch etwas übrig zu behalten, daß er einfreiwilliges Bankerott macht, aber es ist kein guter lVegdazu. Für einen Menschen, welcher nicht viel gelernethat, ist der Beruf unter der Schürze, ein gutes uud oftdas einzige Mittel, ein Amt zu erlangen, aber es istnicht der gute und rechte, sondern ein unrechter lVegdazu.
Man verknüpft bisweilen diese beiden Wörter, undsagt von einem Menschen: Er braucht alle Mittel undlVege, dahin zu gelangen, wenn man anzeigen will,daß er alles mögliche thue, und es auf allerlei Art undWeife anfange.
iZo. Sträflich. Strafbar. Straffällig.
ine böse oder ungerechte Handlung ist sträflich. DasBöse selbst, und derjenige, der es gethan hat, iststrafbar. Wer über einer bösen That entdeckt wird,ist straffällig.
Das erste beziehet sich nur auf,die Handlungen,welche Strafe verdienen: Das zweite, auf die Sache,oder auf den, welcher sich der Strafe schuldig macht:Das dritte, auf die Strafe selbst, worin man wirklichkommt, oder verfallt.
Man fagt nicht: Der Dieb ist sträflich, der Menschist straflich; Sondern: Der Mensch hat straflich ge-handelt: Erführet ein höchst sträfliches ieben,und der«gleichen. Hingegen: Der Dicbstahl oder der Dieb iststrafbar. Wer Böfeö gethan hat, ist strafbar.
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