Z42 Gewiß. Sicher. Best.
Allein in allen solchen Redensarten behält doch jegli-ches von diesen Wörtern allemal eine Beziehung ausseineeigentliche Bedeutung. Wenn wir von einer gewissenWahrheit, auch bisweilen sagen: Es ist eine sichereWahrheit, so sehen wir alsdann auf die Mittel, wodurchwir von ihrer Richtigkeit überzeuget worden, und welcheso beschaffen sind, daß wir ihnen trauen können. Es isteine sichere Wahrheit, daß die Frommen »ach diesemLeben von Gott werden belohnt, die Gottlosen hingegengestraft werden, denn wir können den Empfindungen un-seres eigenen Herzens, und dem Worte Gottes trauen,welche beide diese Wahrheit behaupten. Eine veste Wahr-heit beziehet sich aus die Unveränderlichkeic derselben. Esist eine vcste Wahrheit, daß alles in der Welt, von Gottqelenket werde. Sie wird beständig und unverändertbleiben.
Wir sagen: Eine gewisse Nachricht, in Ansehungdessen , daß sie gewiß wahr ist. Eine sichere Nachrichtin Ansehung dessen, daß wir sie durch solche Mittel, denenwir träum können, unverfälscht bekommen haben. Einegewisse Entschließung, weil wir sie mit Wahrheit undAufrichtigkeit gcfasset haben; Eine sichere Entschließung,weil man sich darauf verlassen, und uns trauen kann;Eine veftc Entschließung, weil wir sie nicht andern wol-len. Ich habe es gewiß versprochen, in Ansehung des-sen, daß unser Versprechen wahr werden soll, und wires erfüllen wollen. Ich habe es sicher versprochen, inAnsehung dessen, daß man uns trauen kann, und in kei-ner Gefahr stehet, hintergangen zu werden. Ich habees vesi versprochen, in Ansehung dessen, daß unser Ver-sprechen nicht geändert werden soll.
Das Wort gewiß, hat auch noch eine andere Be-deutung. Man braucht es ganzuubestimmt, von solchenDingen, welche man nicht nennen will. Z. E. Ich ha-be noch eine gewisse Sache zu thun. Ich habe es von
einem