Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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^_ Abbildung t

ren / je seltener dieselbige heute zu Tage anzutreftfen. Erasinus tau: ihn: zu Gefallen nach Basel /und war ihm nicht wenig behülstich. Frobemushingegen gewann denselben so lieb und wehrt/ daßer alle Gelegenheit süchete/ ihmein Präsent zu ma^chen: weil aber Erasmus dergleichen anzunehmenweigerte / so brauchte jener allerhand Künste / undöffrers vieles Bitten/ bis dieser sich etwas annohti>gel: liefst. Gieickwol scheinet es/ Erasmus habedem Zroben darinnen gesihabet/ daß er ihn bere-det/ nichts von Luchert Schrissten zu drucken: daer doch jelbsten gestanden in einau Bries von: 14Febr. 1519/ daß er mit keinem Buch so wol gefallren / als mitLurheri Schrissten / so er bis dahin zumDruck befördert hatte. Welcher Nmen demAdam Pctri zugegangen/ als der Luchert Bücherfleisslg gedrucket. A. 1521 that Frobenius einentödtltchen Fall; davon er zwar wiederum genesen;aber doch ein bestandiges Andenken behielte: webches er nicht geachtet: worauf sich A. 1526 eineGeschwulst am Knorren des rechten Fußes einsamde/ so ihm unleidentlichen Schmerzen verursachete/daß auch einige ^Läici anrichten / den Fuß abnel>men zu lassen. Endlich ward er von dieser Beschwer -de in so fern wieder befreiet / daß er darüber nochzwemml nach Frankfurt reiten können; ob er schondie Zähen an dem Fuß zu regen nicht vermochte.Man hat ihm treuU-h gcralmn/ er solle sich innenhalten / oder wemaste;, sich wider die Kalte besserverwahren: er dielte sich aber sowol dieses für eineSchande/ als daß er hatte klagen sollen/ was maseil ch.'.; zwcen Finger an der rechten Hand ganz

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steif worden. Endlich stürzete er einst/ da er inder Hohe etwas verrichten wollte/ mit dem Kopfzu Boden/ verletzere die Hirnschale / und gab weicer keine Anzeige des Lebens/ als daß er die linkeHand rühme. Nach zween Tagen schlug er daslinke Aug auf/ konnte aber kein Wort mehr reden/und verschied also nach einigen Stunden/ im Jahr1527/ hinterlassend einen Sohn ^ieron^mum, undden Eidam ^col^um LMopzum, welche beededen Ruhm gelehrter Buchdruckere erhalten. DasHaubtwerk/ so Frobenius drucken lassen / waren

die l^perci ^ULMim, in X l^omis: es wurde schon

würklich alle Tage auf sieben Pressen darinnen ge»arbeitet: und wünfchete dcr gute Mann sich össters/nur solange das Leben zuhaben / bis dieses Werk zuEnde gebracht. Es waren aber kaum zwemlomiverfertiget / so legte er sich besagter masen auf dassterbt'Bett/ und entschlief. Statt eines Zeichensflchreceer den Friedensstab/ der unten von Zwo/und zuweilen nur von einer Hand gehalten/ anden Seiten von zwo gekrönten Schlangen umwun,den/ und oben von einer Taube betreten wird. Dar^bei sich zwar in den wenigsten Büchern eine Auswgung / in einigen aber diese Umschrissc befindet:

I"/^ö<'6 ^s^s/ K)5 0/ cc>lefcc/c)/ c-)^

f/o"^^, oder wie die Lateinische Worte lauten:

?iuZens lim^jicims ^ smor^ue recü.

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