Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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und etlich anderer hMhmttr Buchdrucker.

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Johann Oporinus/ oder Herbst/ trat den

25 Jenner im Jahr 1507 zu Basel an das Lichtder Welt. Sein Großvater war ein angesehenncr Mann und Bauherr zu Straßburg / auchvon qutem Vermögen; um welches der Sohn/des Ovorini Vater/ auf diese Weise gebracht wor»den. Die Stiefmutter schaffete ihn aus demHaus zu einem Schreiber/ daß er sollte schon schrei,ben lernen: er aber verliebte sich bei ftines Wirthes Sohn dermalen in die Mahlerei/ daß er dar»über seines Vaters Gunst verlohr. Er begab sichalso in die Schweitz / allwo ihm sein Herr/ ausschandlicher Gewinnsucht/ die Post von seines Va»ters Tod verheelete/ und ihn darüber um die Erbschaft brachte. Weil er nun nichts hatte/ so ver

Wgte er sich nach Basel / und heurahcete alldaBarbara Lupfartitt/ welche ihm eben so wenig zu»brachte: also daß er sich mit seiner Mahlerei fast tum,merlichNehren mußte.Gleichwol schickte er diesenJo»hannem/ seinen einigen Sohn/ fleijstgzur Schule/und fragte zu Haus auch selbst nach/ was er geler»net. Weil nun der Knab eine grosse Fähigkeit zei»gete/ so schickte ihn der Vater nach Straßburg /allwo er/ als ein armer Schuler/ unter GebwtlersAnweisung/ in fast 4 Jabren zu jedermans Ver»wunderung so weit kam/ daß er fertig Latein rede»te / auch etwas Griechisches verstünde. Hieraufkehrete er zurück nach Basel / die Lmäjz ^caäcmi-ca zu vollführen : kunte aber wegen Abgang derbenohtigten Geld mittel allda nicht lange ludsFiren.

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