Druckschrift 
Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
Seite
IV
Einzelbild herunterladen
 

ZV

Annalen, nebst sonstiger Beyhülfe, ein Paar neue Entdeckungen aus der SensenschmidtschenPresse, mit der größten Bereitwilligkeit erhalten habe. Der dritte ist Herr P. LoniiaciusA 3. LülÄeo, vorher Prior des Carmeliten Klosters zu Bamberg , und nun zum andern malsin Wirzburg. ?ln beyden Orten richtete er die zuvor ungeachteten Bibliotheken ein, und entdecktedabey die seltensten Werke des ersten bambergifchen Druckers Albrecht PfisierS. Ertheilte mir allemal ohne Verzug die gefälligsten Nachrichten mit, und ich habe bereits in derangefangenen Buchdruckergeschichte Bambergö im litterarischen Magazin dem Publikum dieersten Anzeigen davon abgeliefert. Mein vierter Gönner ist der Herr P. Exprovinzial derKapuziner P. Alexander, der als O.uardian zu Kitzingen und Bamberg mich mit vieleninteressanten Notizen beehret hat, ein Mann von eben so großer Bescheidenheit als Gelehr»samkeit, dem die Bibliothek seines Klosters zu Bamb--rg ihre gegenwärtige Ordnung undEinrichtung zu danken hat. Noch muß ich hier öffentlich anrühmen die ausgezeichneteDienstwilligkeit des Herzoglichen Herrn Bibliothekars Langer zu Wolfenbüttel , der meineHieher einschlagenden Anfragen mit so vieler Güte beantwortet hat.

Diesen und allen andern guten Freunden, deren geneigte Zuthaten ich benutzt habe,zolle ich hier ein für allemal den ihnen schuldiget. Dank.

Daß vieles, aber noch nicht alles entdeckt sey, wodurch meine Sammlung vonBambergs typographischen Alterthümern vermehrt, und manche sichtbare Lücke ausgefülltwerden könnte, versteht sich von selbst. Ich habe auch aus gedruckten Quellen, die immerangezeigt sind, vorzüglich aus des Herrn S'baffers Panzer Schriften, zusammen ge-tragen, was aufzufinden war. Die Zukunft kann das Fehlende noch ergänzen, besonderswenn einmal die in Ritterfitzen, kleinen Konventen, und fönst noch auf dem Lande imStaube ruhenden alten Bücheischätze von Liebhabern durchwühlt we, c^n. Freilich darf manannehmen, daß manches Produkt der Wsterischen, Senfenschmidtischen und anderer Pres-sen unwiederbringlich verloren ist. Die ersten Buchdrucker verlegten ihre Werke selbst,und beschränkten ihre Auflagen nur auf einige hundert ExsmiMe; daher ihre Seltenheit,und auch die Leichtigseit ihres Untergangs. Wer w>? d glauben, Senfen sch midt habenur einmal einen Calender sür Bamberg herausgegeben': Und doch wäre auch dieser für

uns