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anderstwo keine Sylöe. Eben so verhalt cs sich mit dem Zeugnisse des Abts Trithemtus: ^ -
ngln^ue lZiblism öcc. Das beweist gleichfalls nur den Anfang zum Druck derBibel, und was er gleich hernach von der bessern Erfindung Schöffers meldet, giebt satt-sam zu verstehen, die Kunst sey erst dadurch so weit gediehen, daß der Druck einer ganzenBibel konnte vorgenommen werden. Von He in ecken, ein in diesem Fach ausgemachterKenner, ist auf meiner Seite, da er davon ^ also schreibt: Dies würde vielleicht— An-leitung gegeben haben, die Stelle des Trithems: Impieizuri ngm^ue Ziizlisin, priu^uglntertiuin com^Ielsem >u opers ejuskermuin, ^luücjuzm 4000 ilorenoium ex^oluerunt,wofern sich diese Stelle in allen Manuskripten befindet, auf den Psalter, der 1457 er-schienen, zu deuten. Noch weit eher könnte man glauben, daß der Cölnische Chronikcnschrei-der, durch die Worte: und war das erste Buch, das man druckte, die latei-nische Bibel, und ward gedruckt mit einer groben Schrift, wie die Schriftist, womit nun die Meßbücher gedruckt sind, das erwähnte Psalterium verstandenhabe. Es ist sehr wahrscheinlich, daß dieses wichtige Werk schon 14Z0 angefangen worden.Wenn man die verschiedenen Arten von Schriften, die dazu gebraucht sind, die Größe desWerks, das Pergament und andere Umstände, die bey dergleichen ersten Unternehmungen vor« ^fallen, in Betracht ziehet: so ist wohl zu glauben, daß es eine so große Summe, als Tri-tt, em angiebt, ehe man die dritte Lage von vier Bogen vollendet, gekostet hat. — Ueberdeinkömmt erwähnter Psalter auch vollkommen mit der Beschreibung, welche die CölnischeChronik von der ersten Bibel macht, überein z denn er ist wirklich mit solchen Buchstabengedruckt, wie die Meßbücher 1499/ und in den folgenden Jahren gedruckt wurden; derglei-chen wir noch heutiges Tags in den Klöstern und Chören der Kirchen finden. Auch ist cs keinso großer Fehler, wenn beyde Schriftsteller den Psalter, wclcher ein Theil der Bibel ist,die Bibel genannt haben; und wer weiß, ob Guttenberg mit Faust anfangs nicht wil-lens gewesen sind, die ganze Bibel so zu drucken, und nur durch die großen Kosten davonabgehalten worden sind. Wenigstens ist dies die beste Auslegung von dem, was wir bis jetzo .wissen und sehen." '
Im Jahr 1465 ward Guttenberg von seinem Churfürsten Adolf unter dieHofdieneraufgenommen, und da bey ihm die Liebe für seine erfundene Kunst nicht erlofchen war, ließ ersich von seinem Freunde Doktor Conrad Homer» einigen Drucker-Apparat anschaffen, dendieser nach dessen Tode 1468 als sein Eigenthum wieder zu sich genommen. Die Beweisedazu liefert Köhler; ^ zu denjenigen aber, die er für den Erfinder gesammelt hat, will ichnoch ein Paar unbekannte beyfügen, welche aus einem geschriebenen alten Coder der AbteySeligenstatr entnommen, und von mir zum erstenmale in dem ersten Bande des littera-rischen Magazins für Katholiken ^) sind mitgetheilet worden, hier aber an ihremrechten Orte stehen.
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