ähnlichen Falle urtheilet. Seine Worte sind: die Unterschrift hinter der Vorrede diesesWerkeS (das Leben der heil. Katharine von Siena) — heißt: ?Ioreutige VII. Iciuz ^c>vem-bris ZvlL(-'LLI^XXI ^e/»^?-^/ L>nm?m^ ^uiitex on-nium judicio plsciisntiiliinus, ecO> eius k'. eAlSAige iucloliz sclolescsns s^?^e/?i ^>nte m//^-s ^a,-n5/e?Ätt/ , et ^e/??^e
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t^Iius cjusntg potuitcuis et clillAeutia emen6svit: ut ceiniz; F7o?'e»/?'n/> !??Ae??/// i!?7 m--e^?. Am Ende des Werkes sieht nach einer Wiederholung der ersten Worte, und einerErzählung dessen, was Petrus dabey gethan habe: ^bsolutum opus l^onis OctobnsKl. Lecci^XXII. ?Ic>rentise. Keine Unterschrift der ersten Buchdrucker beschreibt so offenund so ordentlich die Wege der Kunst, als diese: durch stählerne, vorher einge-schlagene und hernach gegossene Buchstaben gedruckt — und wer weis, wasdie Worte primum und kloientiuis mAeniiz nil siclui ell, bey ihm für eine Deutung gelit-ten haben kann, da es nach der Meinung des Cennini unfehlbar nichts anders hat anzeigensollen, als daß die Florentiner die Geschicklichkeit haben, die Künste so gut zu erforschen,als andere, und daß dieß die erste Probe davon sey? Es ist aber wohl möglich und wahrschein-lich, daß Cennini der Vater, als ein Goldschmidt, durch eine mit erhabenen Figurenoder einer Aufschrift geschnittene oder gegossene metallene Platte einen Versucht gemacht habe,die nun schon bekannt gewordene neue Buchdruckerkunst zu versuchen und nachzuahmen, und sichden Weg zu bahnen, dieselbe einzusehen und zu erlernen: so wie fast zu gleicher Zeit der Gold-schmidt MasoFiniguerrazu Florenz die in Deutschland erfundene Kupferstcchcrkunst nach-ahmte, und sich den Ruf der Erfindung dadurch bey seinen Landsleuten zueignete"
Zweytens ist aus dem oben angeführten Zeugniße des D. Paulus von Prag zu erse-hen, daß der bambergische Künstler, von dem er 1469 schreibt, er habe zu seiner Zeit dieganze Bibel (nämlich die Lettern dazu) super lamellas auf Stempel, nicht aufPlatten (luper Isminsz) wie ein Qrsveur, geschnitten, und (versteht sich von selbst)nach dem Guß binnen 4 Wochen auf Pergament? sudtili sculpturs (hier muß er den Satzhaben andeuten wollen) abgedruckt, schon mehrere Jahre vorher, ehe er dieses niederschrieb,mit diesem Produkt seiner Kunst zum Ende gekommen sey. Man sieht es freilich dem Verf.an, wie sauer es ihm geworden, Worte für diese neue Kunst in der lateinischen Sprache, dievon derselben nichts wußte, zu finden; auch wird man ihm eine genaue Einsicht in dieselbeeben nicht gegvnnet haben. Indeß ist diese Bibel vorhanden, der Drucker davon AlbrechtPfister zu Bamberg ist entdeckt, wie sich weiter unten zeigen wird. Es gebühret alsoder Stadt Bamberg die Ehre, neben Mainz als Miterfinderin der Buchdrucker-kunst zu glänzen.
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