trug Georg Michael Gert« er Pfarrer zu Bettstatt, des Hofbuchdruckers Sohn eineLob - und Danfpredigt in deutscher Sprache vor; P. Kilian Jmmel Senior der Abtei) Mi-chelsberg, ein ehemsliger Hofbuchdruckers Sohn fang das Hochamt, und Georg Chri-stoph Gärtner, auch dasigen Hofbuchdruckers Sohn, beschrieb diese Feierlichkeil undbegleitete sie mit deutschen Versen. Erwähnte Artikel kamen sämtlich im Drucke heraus
*) !>. Dav Vecietum Universität!? unter dem N>UI eu Vsisntini I-Io^zleia c^llezii 5, 5< vpive>sit»t!st)rrnnwno-I'i!^iicIzm->L Ivsütoris. kni.
b. ^udUixum »rtiz 'l'^rin-rüpi-IcT inter 5süos Ilrsriiti orbis no^iii üxx!>rAM5 teitiv reäux — csie-dri t Uni erltt-iL Limidi.'!-gens>5. 5c>I.
c. Feiierliche Bcgängnuß des dritten Jubelfestes der vor zc-o Jähren — glücklich cmmdene» cdlcit- Buchdrucker.-Krust — in einer Lob ^und Dank-Predigt — von Ls. Mci,. vc-rrner — 1740. t^I.
ü) Das in seiner Hofnind Acadcmischen Buchdruck^rc» jul'ilircnde Baniberg, als die dritte Ju-bel-Feyer aus — Landes - Fürstlicher Bewilligung — kiiäerici L-nuli — celearircr worden,hat mit diesen wenigen Zeilen »xMuäiret lo. Ls. Lkri^ogii. LertQei —
§. «.
In den erst angezogenen Schriften und 6) wird gemeldet, daß diese edle Kunst vonMainz, bevor diese Stadt von Adolph eingenommen worden, schon nach Bamberg gekom-men se», indem unter der Regierung des Fürsten Georg von Schaumberg im I. 1461daselbst ein Fabel-oder Gleichnißbuch in Reimen gedruckt worden, wovon ein Exem-plar in der herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbütcl anzutreffen sey. Ebendaselbst werden inden Anmerkungen noch angeführt ein Missal auf Pergament vom I. 1490, eine Kir-chenagende gleichfalls auf Pergament von 1501, und die peinliche Halsgerichts-Ordnungvon 1507, wovon die ersten 2 Stücke in dem Domkapillischen, das letztere im Hoch-fürstlichen Archive zu Bamberg befindlich seyn sollen. Noch wird in 6 bemerket, daß unterdem Bischöfe Wein. and von Nedwitz ein Epistel und Evangelien-Register 1Z2Zherausgekommen; wo es aber zu finden fey, wird nicht gemeldet. Und dies war alles,was man damals von der altchen Druckerey zu Bamberg wußte. Aber auch diese wenigenNotizen scheinen über die vaterländischen Gränzen nicht gekommen zn seyn. Ich wenigstenskenne keinen Bibliographen, welcher Gebrauch davon gemacht hätte; man muß aber auch be-kennen, daß diese Nachrichten, wo nicht einmal ein Drucker genannt wird, sehr dürftig ge-wesen. Sie hatten gleichwol zur Kenntniß dienen können , daß Bamberg fein Recht auf dasseiner Seltenheit wegen berühmte Fabelbuch und die für den Druck angegebene Jahrzahl be-hauple.
Da in der Schlußformel dieses Buchs, welches an seinem Orte gehörig soll beschrieben
werden