s) Journal zur Kuiljwschichte u> Litteratur II B. S. l>7-l> c. S- i2.
t>) Annalen der ältern deutschen Litterat. S. 4».
i) I. c. S. 122.
K) ?iinie? ^Vnnül. typoxr^xl,. vol. I. p. zz; tqq.
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Matthias Jacob Adam Steiner, Pfarrer bey St> Ulrich zu Augsburg schaffte 1792kichtin diese Dunkelheit, indein er fast ju gleicher Zeit, als mein Freund zu Wirzburg, ein ande-res bambergisches Produkt vom 1.1462, nämlich eine biblische Geschichte entdeckte, welcheuns auch mit dem Namen des ersten dasigen Druckers, Albrecht Pfisiers, bekanntmacht, und die ausdrückliche Nachricht enthalt, das Buch Ware von ihm im besagten Jahrenicht bloß geendet, sondern gedruckt worden. Er lieferte davon eine vollständige Be-schreibung in Herrn Meusels histor. litterarisch-bibliographischen Magazins VtenStuck S. 1folg. Aber auch diese Entdeckung hatte manchen Skeptiker noch nicht bekehrt, wenn nichtmehrere Pfisterifche Werke wären aufgefunden worden. Man wird solche in den Annalen, vor-gezählt finden; ich will aber vorher meine Leser mit den ersten bambergischen Buchdruckern,der Ordnung nach, bekannt machen, und mit den wenigen Nachrichten unterhalten, die ichaufzubringen im Stande war.
Merkwürdig ist das bischöfliche Empfehlungsfchreiben, welches der Fürst Heinrich,ein gebohrner Gros von Trockau , dem Missal vomJ. 1490 vorsetzen ließ. Er rücket dieVielsagenden Worte ein: ln Iiac vrbs nolria, vlzi eius srti8 (im^reilonse) luiZuIgri Haött»-nisoiüerio. Hier wird nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch Ucberfluß von Buch-druckern zu Bamberg angerühmet. Und dennoch sind um diese Zeit nur Johann Sensen-schmidt und Heinrich Petzensteiner als gesellschaftliche bambergische Buchdrucker zeitherbekannt gewesen. In der Folge wird es sich zeigen, wer die übrigen gewesen. Ob Pfisterdamals noch gelebt habe, ist nicht zu erweisen, und wenig wahrscheinlich.
Diesen in allem Betracht merkwürdigen Künstler hat man in den bambergischen Bürger«listen vergebens gesucht. Vermuthlich hatte er keine Prozesse, wie Guttenberg, und setztealso keine gerichtliche Feder in Bewegung, wodurch sein Gedächtniß auf unser Zeitalter ge-kommen wäre. Allein Doktor Paul von Prag -> hat ihn gekannt, und sein Zeugniß ge-nüget uns , denselben als einen Mann kennen zu lernen, der nicht nur ein guter Formschnei-der, in der ganzen Ausdehnung des Worts, sondern auch ein Stempelschneider, Schrift-gießer