aus der Pfisterischen Bibel stehen. Es hat also Pfister wirklich, wie Paul von Pragberichtete, die ganze Bibel auch auf Pergament gedruckt. Allein welches dumme Ungeheuermuß diese prachtige Ausgabe auf Pergament .'crstört haben ? Auch von diesem aus dem Schiff-bruche geretteten Fragment ließ ich (l. c.) sechs Zeilen zur Wcrgle'ichung abdrucken. DerHerzogliche Herr Bibliothekar Langer zu Wolscnbüttel hatte die Güte, diese Vsrgleichungmit dem dasigen vollständigen Exemplar anzustellen, und mir in einem sehr gefalligen Schrei-ben zu versichern, daß die von mir oben mitgetheilten Stellen vollkommen damit überein trafen.
Sonderbar bleibt es immer, daß dieses Exemplar, welches noch so neu und frisch aus-sieht, als ob es erst aus der Presse gekommen, nicht etwa aus Bamberg oder doch aus Deutsch-land nach Braunschweig , und von da in die Herzogliche Bibliothek zu Wolfeubüttel gewandertist, sondern daß es vor etwa so Iahren die durchlauchtigste Bibelsammlerin und dama-lige Frau Herzogin aus England , wo solches in der Bibliothek des Lord Harley gewesen,für 600 Reichsthaler angeschasst hat. Ein vor etlichen Iahren da durchreisender Buchhändlerans London hatte gern doppelt so viel dafür gegeben.
Pfarrer Steiner hatte nebst der biblischen Geschichte auch die'Allegorie auf denTod und eine deutsche Armenbibel vom Pfisterischen Drucke, die jener beugebundenwaren/ zugleich beschrieben. Beyde befinden sich auch in der mehrbelobten Bibliothek zu Wol-ftnbüttel, mit dem berühmten Fabelbuch zusammen gebunden, wo aber auch noch eine andere,von der vorigen verschiedene Ausgabe, ohne Holzschnitte sich vorgefunden hat. Herr P. PriörVonifa; entdeckte in der Bibliothek der PP. Carmeliten zu Wirzburg 1792 nebst den dreySteinerischen Werken eine lateinische Kidlia pauzZLium und den deutschen Velial, mit demam Ende gedruckten Namen: Albrecht Pfister zu Bamberg . Es scheinet, er hattedamals keine Laune zum Verscmachcn. Ich habe Grund, zu vermuthen, er habe diese Ueber-setzung aus dem Lateinischen selbst gemacht, weil er es für genug hielt, seinen Namen dar-nnter zu setzen; und ich stimme der Stcinerischen Meinung bey, wenn er ^ schreibt: Wennder Drucker auch zugleich der Verfasser der deutschen Uebersetzung dieses Geschichtbuchs gewe-sen ist, so muß er wohl für seine Zeiten, ein sehr einsichtiger, verstandiger, und wenigstensin Ansehung des Uebcrsetzens, ein geschmackvoller Mann gewesen seyn. Daß er es aber ge-wesen sey, kommt mir darum sehr wahrscheinlich vor, weil er in der Schlußschrift sagt: erhabe diese 4 Historien, aus dem Latein zusammen gebracht, welches doch wohl nach der Ver-bindung mit dem vorhergehenden, keinen natürlichern Sinn haben kann, als diesen: er habezum Besten derer, die nicht Latein verstehen, diese 4 Historien aus dem Lattinischcn insDeutsche übersetzt? welches ja auch um so eher von ihm geschehen seyn konnte, da bekannt ge-nug ist, daß die ersten Drucker, häufig gelehrte Manner gewesen."
Georg Herolt von Bamberg , welcher 1481 zu Rom druckte mag bey Pfistern inder Lehre gewesen seyn; und wenn man seine Verdienste zusammen rechnet, so war er gewisi . -n
C Mann.