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Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
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Mann, der dem ersten Erfinder Guttenberg zur Seite stehen, dem Fust aber an Edel--sinn, und dem Schvffer an Gelehrsamkeit vorgehen darf. Er war, mit jenen verglich.,,,mehr auf Gemeinnützigkeit, als feinen Vortheil bedacht. Ich bin nicht aus Bamberg , son-dern aus Wirzburg gebürtig: habe also keine Partheylichkeit für jene Stadt; aber aus ganzemHerzen muß ich ihr glückwünschen, einen solchen Mann, wie Pfister war, besessen zu ha«bcn. Im fürstlichen Garten zum Geyerswehr verdiente er ein Ehrendenkmal.

Ich habe im litterarischen Magazin geäußert, es mochten späterhin einige andereWerke von ihm mit andern Lettern, als die vorigen waren, gedruckt worden seyn; ich lasseaber nunmehr diese Vermuthung aus Mangel statthafter Gründe fahren. Kein Kenner wirdzweifeln, Pfister habe mehr gedruckt, als wir nun entdeckt haben. Allein dies gilt vonmehreren nicht nur ersten, sondern auch spätern Buchdruckern. Man muß seinen Nachkom-men eine Nachlese übrig lassen.

s) Sich oben § i.

d) I. c. im -teil Th. S. 106.

c) Er ist schon 1740 !in den Schriften über die Buchdruckers» zu Bamberg unter den Kmistvcwandteitmitgcnannt.

ä) in der 2teu Abtheilung des Anhangs zu dem 5Z86 B-mde S. lic-6.

e) im Vllten St- S. 22.5) I. c. S. 20.

x) ^uäiürsäi c-ltsl. K,omim. eäit. 240.

Johann Sensenschmidt und Heinrich Petzensteincr.

Johann Sensenschmidt war von Eger gebürtig. Wie und wo er zur ErlernungSer Buchdruckerkunst gelanget sey, ist nicht bekannt, nur so viel wissen wir aus Panzersältesten Buchdruckergeschichte zu Nürnberg mit Gewißheit, daß sein Nahme1473 das erstemal, und zwar allein, in der Schlnßanzeige der ^lsZarita xoenca des ^1-deiti von Eyv vorkomme, wo er sich imprellorias srtiz lNAAi'lllum und civem ^cniin-dergentem nennet. Indeß ist schon 1470 das erste Buch, welches Nürnberg als den Druck-ort angiebt, nämlich das Lamellsrium vitioium krauLi'sLi c!s I^et?!> aus seiner Presse ge-kommen; und dies veranlaßte Hrn. Panzer, ihn Seite 2 den ersten Nürubergischen Druckerzu nennen. Im I. 147z ward Heinrich Kefer von Mainz seine Gehülfe, wie aus derin diesem Jahr von ihm gedruckten kaiulieolczAig K^ucri cle kizis in der Schlnßanzeige zuersehen ist. Dieser Heinrich Kefer stunde vormals in Guttenbergs Diensten, undwurde in der Streitsache desselben mit Johann Fust ->) als Zeuge gebraucht.

Von 1474 an waren Sensen schmidt und Andreas Frießner von Wonsicdelin Gesellschaft, und druck:en bis 1478 verschiedene und meistens wichtige Werke. Nun ve^

ließen