ließen beyde, aus uns unbekannten Ursachen, vielleicht weil sie neben Koüergern, nichtmehr bestehen konnten, Nürnberg. Frißner gieug nach Leipzig , und Sensenschmidtzog nach Bamberg . Bis Hieher sind wir dem Hrn. Panzer in seiner Buchdnickergeschichtegefolgct, bei) t»m man auch die von Sense nschmidt zu Nürnberg gedruckten Bück./nachsehen muß. Nun wollen wir unsers eigenen Ganges gehen.
Ob und was Senfe nschmidt in den Jahren 1479 und 3o gedruckt habe, ist zur Zeitunbekannt. Er scheint in der Absicht nach Bamberg gekommen zu seyn, sich ganz besondersauf den Druck liturgischer Werke zu verwenden. Seine erste Sorge war also wohl, die dazunöthigen Leitern herbeyzu schaffen. Er wohnte, wenigstens anfanglich, in der MichelsbeegerImmunität , und druckte daselbst, wahrscheinlich von dem dasigen Abt Ulrich unterstül,iim I. 148 i ein Missal für Benediktiner . Im folgenden Jahr druckte er, in Gesellschaft desHeinrich Pctzenstei n er, ein Brevier für das Bißthum Freisingen. Im I. 1484 gaber mit demselben Gehülfen die Tagzeiten für den Chor zu Bamberg in 2 Foliobanden, undwiederum in 2 Octavbanden heraus. 148 s druck '. er zu Regenöburg ein Missal für diesesHochstift in Gesellschaft des Johann Beckenhaub, den canonein aber zu Bamberg .Das Missal für Freisingen 1487 / und das für Olmütz 1437 druckte er allein, und zwarletzteres auf Anweisung und Kosten Peter Drachs von Speyer ; das Bamberger Missalaber von 1490, wo er sich ^sAiliium und presste cmitat'8 incolsm, nicht civem nennt,hat er in Gesellschaft Petzensrciners gedruckt. Vor Vollendung des Drucks der 8t-ttutoruinL^noäsliuln 1491 muß Ioh. Sensenschmidt verstorben seyn, indem am soten Mai) keinBuchdrucker, am letzten August aber, bey Endigung der bambcrgischen Agend, LaurentiusSenscnschmid t, (vermuthlich ein Sohn des verstorbenen) Johann Pfeyl und Hein-rich Petzensieiner als Drucker angeführt werden. Der alte Senscnschmidt hat seinZeichen (zwey Sensen) zu Bamberg nur selten beygesetzt. Petzensieiner erscheint zumletztenmale 1492 in einem Regcnsburger Missal. Der Nahmen laßt vermuthen/ daß, wo--nicht er selbst, doch seine Voreltern aus dem Nürnb-rgischen abstammten. Weitere Nachrichtten von ihm werden wohl nie zum Vorschein kommen.
S. das Instrument ill Köhlers Ehrenrettung S. 55.d) In Herrn Dechant Schubenhs Versuch über die Verfassung Bambergs , Erlang i/so und PfeiffersVerträgen Vamberg 1791 findet man Aufklärungen darüber. -
Hanns Briefmahler, auch Buchdrucker.
Sein erster Nahmen bezeichnet die Profession eines Kartenmahlers. Hr. von Murr ge-denket seiner und setzt S. 155 hinzu: die Briefmahler druckten/ malten und verlegtenganze Werke von Holzschnitten Er führt auch S. 1 ?4 im chronologischen Verzeichnisse derNürnbcrgischen Formschneider einen Hanns Briefmaler vor dem I. 1474 an, wel-
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