iaurcntius Sensenschmidt.Ganz zuvnläßig ein Sohn des verstorbenen Johann, muß entweder'seinen Vaterbald ins Grab gefolget seyn, oder die Druckcrey, welches nicht so wahrscheinlich ist, aufge«geben haben. Denn er konnitt im I. 1491 in Gesellschaft Johann Pfeils und Hein-rich Petzensteirers zum erstenmale, und 1492 in eben dieser Begleitung zum zweytenund letztenmal,.'vor; ja Gemeiner >) hat angemerkt, daß in einem Exemplar des Regens-burger Missals vom gedachten Jahr, Sensensch midts Nahme gar weggeblieben sey.
A) Nachrichten von der Rcgcusl'. Stadtbibl- S- iz5 i>- -'.ot-,.
Johann Pfeil
druckte in den Jahren 1491 und 92 mit Lorenz Senfenschmidt und Heinr. Petzensteiner.Nach dieser Zeit kommt er, ohne Gesellschaft, als der wichtigste Drucker zu Vamberg bis 151?vor; nachher aber findet man seinen N.ibmen in keinem gedruckten Buche mehr.
Entweder hatte er eine Tochter des äüern Sensenschmidts geheyrathet, oder die Drucke-rey von den Erben erkauft, denn er fuhr fort liturgifche Werke nach dessen Formen zu drucken.Er nannte sich einmal in der Unterschrift eines Missals '->) 5i7/»-/ttM expenemcjue K4a»iliruiii;soll wohl heißen ciiscretum, wi>? F ust in der Vorrede sei »item c»'2ecIiLgnc?i 8. ^uAullini b)genannt wird. Aber dessen Enkel Johann Sch offer war für unsern Pfeil ein sehr in-diskreter Mann, da er ihm seine ^emelin Lnin'oerZenlsm 1508 dreymal in einem Jahr,und so buchstäblich nachgedruckt hat, daß er so wenig als jener Custos und Signatur brauchte.
.-^ S. uutcn III den Auue.leu 5>'um- 52. ' '
d) Nachricht davon habe ich in Ur Litteratur des K-tth. Deutsch!. VM. B- S. 477 u f. mitgetheilt,
Johann Bernccker und Marx 7lyrcr.
Vom erstern ist nur so viel bekannt, daß er mit seinem Gehülfen zu Bamberg im Zin-kenwehr znftmmenge-.vohni, und daselbst mit ihm die Vuchdruckerey ausgeübt habe. A yrerhatte schon zu Nürnberg im I. 1467 nicht mit hölzernen Lettern, wie Röder») wollte,sondern nach dem verständigen Urtheil des Zunftmeisters Heidegger ^) mit gegossenen denBruder Claus, und noch etliche andere deutsche Wcrklein -) bis 1488 gedruckt, und mitHolzschnitten versehen, die für felbige Zeit gut gerathen sind. Hr. Panzer in der Buchdrucker-gefchichte Nürnbergs sagt von ihm imZ Vorbericht, seine Druckerei), wenn er anders eineeigne gehabt, müsse von geringer Bedeutung gewesen seyn.
Zu Bamberg erscheint er zweymal im I. 149Z. Da er sich nur auf den Druck kleinerSchriften eingelassen hat, so ist sich nicht zu wundern, daß so wenig auf die Nachwelt ge-kommen ist. Im I. 1497 war er zu Jngolstadt, wo er in Gesellschaft des Jörg Wyrf-fels tlored le^um gut cvi^erie5 auctoritatum iuns ciuiliz ^ j,; g gedruckt har.
u) in