Zwischen 1453 und 55-'
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^>err Masch ») fuhrt diese mit kleinen Missallettern gedruckte Bibel, als die erste und al«teste unter allen lateinischen Bibeln auf. Sie hat, sagt er, keine Eintheilung in Bande,füllt aber derselben gewöhnlich drey. Der erste enthalt 264, der zweyte 310, der dritte296 V älter , und das ganze Werk besteht aus L70 Blattern. Der Text jeglichen Blatts istj» 2 Columnen getheilt, wovon jede z6 Zeilen hat. Durch beyde Eigenheiten macht sichdiese Ausgabe vor allen übrigen kennbar. Denn man trifft keine an, welche mehr Blatterund weniger Zeilen hatte, als diese. Das Papier ist ungemein weiß, und hat zum Zeichenentweder ein Kreuz im Zirkel, oder eine Wage, oder einen Ochsenkopf. Der Buchstaben ihat weder ein Strichlein, noch ein Punkt, sondern einen halben Zirkel auf sich. Eine weit«lauftigere Beschreibung kann man a, O. nachschlagen. Ilebrigens getraute sich Hr. Maschnicht, den Drucker dieser Bibel anzugeben, und verwirft einige irrige Meinungen seinerVorgänger.
Hr. Zapfb) giebt zu, daß gegenwartige Bibel weit alter sey als die Mainzer von1462, will aber, sie sey auch zu Mainz gedruckt worden; nunmehr ist es aber entschieden,daß sie von Albrecht Pfister zu Bamberg zwischen 14ZZ und Z5, vielleicht auch noch frü«her aus der Presse gekommen. Die Beweist sind schon vorangegangen.
Exemplare davon befinden sich 1) in der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel , wel.ches vorher zu Braunfchweig war. 2) Hr. Masch giebt eins zu Jena in der DanzischenBibliothek an. z) Der alte Schelhorn zu Memmingen besaß den ersten und dritten Theil.4) Das Panzerische Eremplar, welches nun in der Herzoglich Wurtembergischen Bibliothekist, endiget sich mit dem Psalter, das übrige fehlt. 6) Fragmente davon sind in der Biblio-thek zu Leipzig ^) und bey den PP. Kapuzinern zu Bamberg .
->) Itt 1s I.c>nZ et Loerneri LidiiotK. Sscrs ?. II vol x. 65,d) olrcste Buchdruckergeschichte von Mainz S. i-z.c) ?»l;'M memor->bili» LibliotK. ^seneii5. x. 156. 157.
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