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2) Sammlung der Bonerischen Fabeln. Kl. fol. mit Holzschnitten.
G. E. Lessing ->) schreibt/ der Handschriften von diesen Fabeln kenne er wenigstensfechse, da er hingegen von der Bamberger gedruckten Ausgabe ein zweytes Exemplar, außerdem Wolfenbüttelschen / nicht nachzuweisen wüßte; und darum kann ihm zur Zeit niemandwidersprechen. Wir müssen daher die Beschreibung dieses Buchs von ihm entlehnen.
Ueber jeglicher Fabel steht ein Holzschnitt, dergleichen von Heinecken einen copirt, undsowohl in seinen Nachrichten b), alS der läöe Generale ä'uns collection complette cl'eüam-xes etc. c), worinn er die in den Nachrichten von Künstlern und Kunstsachen, ertheilte Be-schreibung, mit einigen Zusätzen wiederholte, eingerückthat. Das Papier ist von ziemlicherStarke, aber nicht von besonderer Weiße, und hat zum Zeichen den Ochsenkopf. Der Blat-ter sind in allem 88, ohne Zahlen, Custos und Signaturen. Die Verse sind nicht abgesetzt,sondern laufen wie Prosa in einem fort, und machen der Zeilen auf jeglicher Seite, die durchkeinen Holzschnitt unterbrochen ist, 25. Die Anfangsbuchstaben sind roth hineingefchrieben.Von Unterscheidungszeichen ist keines gebraucht, als das Punkt, und dies nicht allzeit nachVerstand , sondern am Ende eines jeden Verses. Die Fabeln selbst sind numerirt, und ohne«lle Anzeige des Jnnhalts. Titelblatt ist keines da. Die Endigungsformel lautet also:
Zu bambcrg dies puchleyn geendet istNach der gepurt unsers Herren ihcsu «istDo man znlt tausend unde vierhundert iarUnd ym ein und sechzigsten das ist warAn sant valentcinS tagGott behüt uns vor seiner plag. Amen.
Dies Buch enthalt 101 Figuren, wie von Heinecken versichert, und die erste Fabel saugtalso an: Einsmal ein Affe kam gerat do es (er) viel guter mufe (Nüsse)fand u. s. w. Es hat die Ehre, das erste unter allen gedruckten deutschen, und nochoben drein mit Holzschnitten versehenen Büchern zu seyn.
s) im 1. Beytrag zur Geschichte und Litteratur- Bramischw. 177Z S- 8.
b) II Tb- S. 21.
c) ii Visnae 1771 p. »75.
z) Siechte-