Druckschrift 
Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
Seite
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z) Rechtsstreit zwischen Tod und Menschen. Kl. fok. mit Holzschnitten.

Dies kleine Werk, dessen Titel aus seinem Znnhalt entnommen ist, und von Hrn. vonHeinecken eine Allegorie auf den Tod genannt worden, ist dem vorhin angezeigtenFabelbuch, aber auch der Steinerischen biblischen Geschichte von 1462 angebunden. DasGanze besieht zusamt den 6 illuminirten, und jedesmal die ganze Seite einnehmenden Holz-schnitten, die darinnen vorkommen, und wovon die drey letzten, auf der Rückseite bedruckt,die zwey ersten aber nicht bedruckt sind, aus 24 Blattern. Zuerst steht ein Holzschnitt, unddann nimmt auf dem folgenden Blatt, gleich das Werkgen selbst seinen Anfang. Es ist inXXXIIII Kapitel eingetheilt, die alle ihre besondere Ueberschriften haben, und mit den näm-lichen Lettern, und wi- das Uebrige schwarz gedruckt sind. Nur das erste Kapitel macht hiereine Ausnahme, denn dasselbe allein, ist ohne Ueberschrift gelassen. Da dem Tod darinnenbitlere Vorwürfe gemacht werden, daß ev uns oft das Liebste entreißt; so heißt die Ueberschriftdes zweyten Kapitels;

Des tods wider red das ander capiteldas nächst folgende Kapitel ist dann überschrieben:

Des clagerö wider red das III capitel.Darauf das vierte:

Des tods wider red das IIII capitel

Und fo wechseln die Ucbcrschriften beständig auf die nämliche Weife, durch 32 Kapitel ab. DaSZ Z Kapitel aber ist überschrieben:

In dem capitel spricht got auß das urtheil des KrigeS zwischc dem tod unddem claqer das XXXIII. capitel.

Eben so das 34 oder letzte Kapitel, welches die Ueberschrift hat:

Do pitt der clager für seiner frauen sele. Die großen roten puchstaben dienennen den clager u. s. w.

Man erfährt weiter nichts, als daß der Kläger Johann geheißen, und die ihm sotheure Ehche!fte Margareth. Das ganze Werkgen ist, wie die übrigen vom Pfister her-rührenden deutschen Schriften, auf ein und eben dasselbe Papier, in ein und eben demselbenFormat, mit ein und eben denselben, sich besonders durch das kleine 8. und wenn sie amEnde einer Zeile vorkommen, auszeichnenden Lettern, auf ein und eben dieselbe Manier, infortlaufenden Zeilen, wovon auf jeder vollgedruckten Seite, 23 stehen, mit ein und ebendenselben Interpunktionszeichen, mit eben derselben Weise abzusetzen, gedruckt, und man darfes mir sehen, um bey sich die zweifelloseste Ueberzeugung zu haben, daß auch diese kleine

D » Schrift,