Druckschrift 
Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
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H.Barbara zu Wirzburg hält dafür, es wäre noch vor der biblischen Geschichte von1462 aus der Presse gekommen / weil weder in dieser, noch in einem andern deutschen WerkePfisters die Buchstaben so vollkommen, schön und scharf ausgedruckt seyn. Da der Tagdes h. Valentins auf den i4ten Februar fallt, so halte Pflister Zeit genug, nach vollcndetenFabelbuch, den Streit mit dem Tod und den Belial noch in demselben Jahr zudrucken, besonders da letzterer keine Figuren bekam. Uebrigens ist dieser Band, der auch nochdie lateinische Lidlla psuperum enthält, großer als der andere, indem er weniger beschnit-ten worden, somit breitere msi-Zines hat, und besser in das Aug fällt.->) Paniers Annalen S. 6z.

b) Journal zur Kunstgesch. II. Th. E. zzo zc.

c) Panzer I. c.

I462.

s) Biblische Geschichte von Joseph, Daniel, Esther und Judith.

Kl. fol. mit Holzschnitten.

Fast zu gleicher Zeit/ als mein Freund und Gönner Hr. Pater Prior Bonifaz zuWirzburg dieses und andere Werke aus Pfisters Druckerey von dem Staube hervorzog,beschrieb Hr. Stadtpfarrer Steiner die gegenwärtige zu Augsburg erhaltene Seltenheit indem Meuselschen Magazin ganz umständlich. Hier folgt die Schlußanzeige aus dem Wirz-burger Exemplar:

Ein ittlich mensch von herßen gert. Das er wer weisvnd wol gelert. An Meister vnschrisst das nit mag sein. So kuii wir all auch nit latein. Darauss han ich ein teil gedacht.Und vier histoni zu samen Pracht. Joseph Daniel vn auch iudith. Und hester auch mitgutem sich. Die vier het got in seiner Hut. Als er noch yede guten thut. Dar durchwir pesscrn unser lebe. De puchlein ist sein ende gebe, zu bambcrg in der selbe stat. Dasalbrecht pfister gedrucket hat. Do ma zalt tausend vn vierhudert iar. Im zwei vndsechzigste das ist war. Nit lang nach fand walpurgen tag. Die uns wol gnad erberbenmag. Frid vn das ewig lebe. Das wolle uns got alle gebe. Amc.

Die Abweichungen des augsburgischen Exemplars sind Druckfehler. Es ist wohl über-fiüsig anzumerken, daß auch dieses schöne Denkmal der Pfisterischen Kunst, ohne Titel, Sig-naturen u, s.w. sey. Es besteht aus 53 bedruckten Blättern. Den Anfang macht ein illu-minirter Holzschnitt, auf welchem vorgestellt wird, wie Joseph seinem Vater und den herum»stehenden Brüdern seinen Traum erzählt. Das Bild nimmt nach genauer Bemessung denRaum von 10 Zeilen ein. Unter diesem steht unmittelbar:Hie hebt sich an die hisiorii von joseph

He»