minder Bürgermeister und Rath zu Nürnberg hatten von dem päpstlichen Stuhle für ihre Un-terthanen die Erlaubniß ausgewirket, in der 4ctagigen Fasten s» wohl/ als an anderen Fast-tagen Butter und Milchspeisen zu genießen '-). Es walte in seinem übrigen Bistume die näm-liche Uesach,'die jene vorgeschützt, daß nar-ilich das Baumol nicht gerathe, ob. Um dahereine Gleichförmigkeit einzuführen, erlaube cr aus päpstlicher Vollmacht, und mit Geneh-migung feines Domkapitels allen und jeglichen Gläubigen feines Kirchsprcngelsohne Unterschied, sich der Butter und Milchspeisen zur erwehnten Zeit gleichfalls zu bedienen;jedoch daß wer mehr als 200 Gulden rhein. iin Vermögen hat, 3 Guldcn, wer weniger be-sitzt, S Zehner gangbarer Münze, statt einer heilsamen Buße, jährlich in gewiße Opferstöcke(g^i cer ^8 timi^cv« liue loca per no8 ^eputsncioz ime cleputann'g) einlegen solle. Gott lob! daß wir schon lange nicht mehr den Genuß von Butter und Milch der geistlichen Gerichts-barkeit versteuern müßen, und die Kirchendiener des hier gedrohten Banns, wenn sie dieBeitreibung dieses Löstgelds nicht eifrig auf den Kanzeln befördern, entübriget sind.
Schließlich wenn Hr. P. Lechner sagt, diese Ltatma wären vom Bischof Weigandin einer Synode vom I. iZzZ (1534) bestättiget und abermals gedruckt worden, fo hat er dieweiter unten vorkommende Ausgabe vom 1.1 s 09 nicht gekannt. Man findet sie auch in extensoin des Harz Heims Lone. Qerm. I'om. V.
*) Da die Urkunden, welche diese Sache aufklären, mir von einem guten Frennde zugestellt, undsolche meines Wissens noch nicht gdruckt worden, s» will ich sie am Schlüsse dieser Receiisioilmilchcileu.
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