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Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
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heiligen Mutter der Kirche verfehlet hätte. Wenn diese sonst wi'rdigen Männer ihre Angaben,und alles, was sie in die Agend vom Neuen aufgenommen h bcn, aus den apostolischen Ue-berlieferungen, und den heiligen Vater» hatten erweisen sollen, würde es ihnen sehr sauergeworden seyn; ja sie würden gesunden haben, daß man dießfalls nie an eine allgemeineUebereinstimmung gedacht habe.

Doch davon genug; und nur noch ein Paar Worte von der ersten Ausgabe. Sie istbis hiehcr noch von Niemand unter den typographischen Alterthümern aufgezeschuct worden.Ein Exemplar davon befindet sich auf dem Michelsberg, und ein anderes zu Banz.

24) Ein wunderliche vnd erschröckenliche hystori von einem grossenwüttrich genant Dracole wayda Der do sogar vnkristenlichemartter hat angelegt die menschen, als mit spissen. auch die leu5zu tod geschlyffen zc. Gedruckt zu Bamberg in I.XXXXI jare.In 4.

Ist in der Schwarzischen Sammlung in Altdorf. So viel und mehr nicht Herr Pan-zer in seinen deutschen Annalen S. 192. Er hat also diese Seltenheit so wenig als ich ein-zusehen Gelegenheit gehabt. Herr Denis, der sie in Lupplemento p. zog. 51. 2525 ausjenem anführt, halt Johann Bernecker für den Drucker, welcher aber ein paar Jahrespather zu Bamberg gedruckt hat. Vielmehr ist Hanns Vriefmaler dafür anzunehmen,wie die Folge zeigen wird.

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25) ^/ecMi/mtt 6?-ev/K^itt?tt c^o?'? ecc/^'s 7^/Ao»e»/Z>. ^e,- v/>o//Ä/?tt'ic?tm /'e/2c??/?e/tte»', La?/?'e?^itt??^ 6/ ^o^am/e/tt /^/ez// 0/?^«/.gr. fol. 1492.

Herr Gemeiner beschreibt dieses Missal a. a. O. S. 203 Num. 162. Die Buch-drucker haben sich nicht selbst genennt, sondern der Bischof Heinrich von Abensberg führt dievbcngesetzten Nahmen in feiner Verordnung vom 2vten Januar an, die im übrigen mit dervom I. 143 5 gleichlautend ist.

Wenn Herr Gemeiner anmerkt, daß da er drey Exemplare dieser Ausgabe vor sichhabe, manchmal die Zeilen und Columnen im zweyten Exemplar mit andern Worten anfangenals im dritten; fo ist dieß ein Umstand, welchen ma« auch schon bey der lateinischen im I.1462 zu Mainz gedruckten Bibel wahrgenommen hat, und daher rühret,-daß die Buchdru-cker, nachdem sie schon.Bogcn abgezogen hatten, an dem Satz änderten, ehe sie den übrigenAbdruck vollendeten. Merkwürdiger für meine Absicht ist der Umstand, weichen Herr Ge-

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