Druckschrift 
Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
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66) Vom Zutrinken. Neun lasier vnnd mifbreuch die Erfolg? aufi dem schantlichcnzuttinckenn, darmit jch gantz Teutsch nation befleckt vnnd v^rait ist. M. D.xxiii.?lm Ende: Gedruckt durch Georg Erlinger zu Bamberg. In 4.

Der Titel steht in einer Einfassung. Der Verfasser hat sich nickt genennt. Das ganzeist nur i Bcgen stark. Angezugt hat diese Kleinigkeit Hirsch Iv!il!enge^ IV. n. 579 Wiesehr man sch damals durch die Kunst, viei zu trinken, habe empfehlen, und fein Glück ma-chen können, das sagt der Verfasser gegen das Ende zu sehr offenherzig. Es ist ie vor Au-gen, das iezo gar wenig freuntschafft, gestlschasst vnd gemcinsch.ifft gesucht werden mag, dannmit dem beschwerlichen last des zutrinckens vnd ie mcr einer trincken vnd vngeschickc werdenkann, ye eerlicher choher vnd grosser wirdet er gehalten. Wie vil Personen seind durch über-massig zuirincken bey Fürsten vnd Herrn zu grossen sieubcn, cmptern vnd eeren gelangt, die umih/er tugcnd, ftomkeit vnd redlikeit willen zu dergleichen eeren nymermer kommen warenu. s. w."

67) Ordnung der Tauff nach Bambergischer Rubricken von wort zu wort verteutscht.4. 2 Bogen.

Zuerst stehet eine kurze Vorrede und Vermanung die ein yeglicher Pfarrherr oderCaplon, dem Geuattern und andern fo das Kind zu tauffen begern soll fürhalten: Jr An.dechtigen in Christo unserm Herrn. Ich vermane-euch, das jr auff die wort, die ich überdas Kind hie entgegen, würd sprechen, ein fleissig auffmercken wolt haben, und dieselbensampt andern das hie gehandelt würdet, wol zu Hertzen nemen. Dann jr auß demselbenklerlich vermercken mügt, das ein yeglicher mensch, nach dem Fleysch geboren, von naturein sündcr, ein Kind des zorns, der vermaledeyuug, des ewigen tods, der verdammnus,unnd under dem gewalt des teuffels ist. :c. 2) Zu unterrichten die ungetaufften. Sollen dieMendlein (nach Bambergischer Rubriken) zur rechten, und die Freulein zur linken Hand,gestellt werden u. s. w. Gegen das Ende steht diese Anmerkung: So dise Tauff in andernBisiumben, gebraucht werden wolt, und dann in denselben bistumben (ausserhalb des wesent-lichen Stuck) andere Loilecten oder gebette verordent, mag ein ygklicher Pfarherr oderCaplon, fo zu tauffen angesucht würdet, dieselbigen LolleLten oder gebette, vermöge derblstumbcn, Nubricken oder ordnm.g, darzu und sprechen, damit durch dise teutsche tauff,keinem bistumb Enderung oder eintrag geschehe. Diese Nachricht habe ich entlehnt aus Ili.Liucer! (Schwindel) neuen Nachr. von alt. Buch. I. B. S. 156.

Daß dies Werkchen zu Bamberg gedruckt worden, finden wir in äs ^uäe-57iZ praeiat.»6 Lcri^t. Lsnil). 1 z.

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68) VI-