Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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in die allgemeine Geschichte, z

haft gewesen sind. Man wird den Griechen zu denZeiten des PhilippuS eben die Freyheit zuschrei-ben, welche Griechenland zu den Zeiten des The-mistocles, oder des Miltiades genoß. Das rö-mische Volk wird unter seinen Kaisern so trotzig,als unter seinen Consuln; die Kirche unter demDioclctian so ruhig, als unter Constamin demGroßen, und Frankreich zu den Zeiten Carl desIX und Heinrich des III, wo es von bürgerli-chen Unruhen so sehr erschüttert wurde, so mäch-tig, als zu den Zeiten Ludwig des XI V seyn, irxwelchen es durch diesen so großen König ganzvereinigt worden ist, und ganz allein über ganzEuropa gesiegt hat.

Sie haben sich bemüht, Monseigneur, dieseschlimmen Folgen der Unwissenheit in der Ge-schichte zu vermeiden, und aus dieser Ursache soviele alte und neuere Geschichten gelesen. Mauhat sie vor allen Dingen in der Schrift die Ge-schichte des Volkes Gottes müssen lesen lassen,weil sie der Grund der Religion ist. Man hatsie in der griechischen und römischen Geschichteunterrichtet. Die Geschichte dieses großen Kö-nigreiches war noch wichtiger für sie / weil siedasselbe dereinst glücklich machen sollen, undman hat sich also Mühe gegeben, sie mit dersel-ben bekannt zu machen. Damit sich aber allediese Geschichten mit denen, welche sie noch zulernen haben, in ihrem Verstände nicht unter ein-ander vermengen mögen, so ist es nothwendig,daß man ihnen die Folge aller Jahrhundertedeutlich, aber kurz, vorstelle.

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