»4 Bischof Bossuets Einleitung
Iabre der den Dörfern, den Flecken, und endlich den JahreStädten Platz. Man lernt gewisse Thiere ^-^'^fangen, und andere zahm und dienstbar machen.Im Anfange hatte man nur die wilden Thierezu bestreiken. Die ersten Helden suchten sich i»diesen Kriegen hervorzuthun. Diest Kriegehalfen den Menschen die Waffen erfinden, diesie nachher gegen ihres gleichen kehrten. Nim-rod, der erste Krieger, und der erste Eroberer,wird in der heiligen Schrift * ein gewaltigerJäger genannt. Der Mensch, der die Thierebezähmen lernte, erfand auch die Kunst, denFrüchten und Pflanzen ihren wilden und rauhenGeschmack zu nehmen, und sie angenehmer zumachen. Er zwang so gar die Metalle, daß siezu seinem Ruhen geschmeidig werden mußten,und nach und nach mußte ihm die ganze Naturdienen. Es war natürlich, baß mit der Zeitviele Dinge erfunden wurden; es war aber ebenso natürlich, daß mit der Zeit viele andere zumwenigsten bey dem größten Theile der Menschenin die Vergessenheit gebiethen. Daher mußteman sie entweder mit der Zeit wieder lernen, oderes mußten sie diejenigen, welche sie erhalten hat-ten, andern wieder erzählen. Dieses ist die Ur-sache, warum man aus den stetsbewohnten Län-dern alles herkommen sieht, wo die ersten Gründeder Künste immer ganz blieben, und wo manvon Tage zu Tage noch sehr viele wichtige Dingelernte. Die Erkenntniß Gottes, und das An-denken von der Schöpfung erhielt sich daselbst
noch,
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