Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
49
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in die allgemeine Geschichte. 49

Jahre nach djejenigen,wc!che von der asiyrischenGeschichtc ac- JahreR'dtRom^ schrieben haben,unter die Fabelhänse gezählt »- Cbr.Geb.

Was die Griechen später geschrieben haben, umGriechenland , welches immer sehr neugierig war,durch alte Historien zu belustigen, haben sie nachsehr unordentlichen und verworrnen Nachrichtenverfaßt, und sich bcgnügr,dieselben in eine angeneh-me Ordnung zu bringen, ohne sich sehr um dieWahrheit zu bekümmern.

Und gewiß die Art, wie man diese drey erstenMonarchien ordnet, ist offenbar fabelhaft.Denn nachdem man unter dem Sardanapal dasassyrische Reich zu Grunde gehen läßt, so bringtman die Meder auf die Schaubühne, und dar-auf die Perser, als wenn das Reich der Mederauf die ganze Gewalt der Assyrier gefolgt wäre,und als wenn die Perser ihr Reich aufdie Ruinendes Medischen erbaut hatten.

Es ist im Gegentheile gewiß, daß Arbaceö,welcher die Meder gegen den Sardanapal em-pörte , dieselben bloß bcfreyte, ohne ihnen dasassyrische Reich unterwürfig zu machen. Hero-dorus ^, dem darinnen die geschicktesten Zeit-rechner nachfolgen, führt ihren ersten König,Dcjoces, erst fünfzig Jahre nach ihrem Auf-ruhre auf; überdieß ist es durch das einstim-mige Zeugniß dieses großen Geschichtschreibersund des Tenophons von andern itzt nicht zureden, ganz gewiß, daß wahrend den Zeiten, dieman dem medischen Reiche zuschreibt, in Assyrien Könige gewesen sind, vor welchen sich der ganze

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