Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
48
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48 Bischof Bossuets Einleitung

Jahre nach geblieben sind, und die diese Geschichten auf IöhreErb der xj^ andere Art, als ich, erzählet haben. »- ^. Geb.

vlaor^om. dcn Cyruö anbetrifft, so sind die welt-

lichen Geschichtschreiber in seiner Geschichte nichteinig. Ich habe aber geglaubt, Ursachen dazuzu haben, daß ich dem Tenophon und dem hei-ligen Hieronymus, mehr als dem Ctesias , einemfabelhaften Schriftsteller, folgte, den die Grie-chen abgeschrieben haben, wie solches Justin unddie andern Lateiner mit den Griechen gemacht.Ich habe dem Tenophon auch lieber folgen wol-len, als dem Hcrodotus, der sonst ein sehr scharf-sinniger und genauer Geschichtschreiber ist. DieGeschichte des Tcnophons, welche mehr an ein-ander hangt, und au sich selbst wahrscheinlicherist, hat mich zu dieser Wahl bewogen. Siehat vor andern Geschichten auch diesen Vorzug,daß sie mit der heiligen Schrift einstimmigerist, die wegen ihres Alterthumes, und wegender Verwandschaft der jüdischeil Angelegenheitenmit den andern Begebenheiten des Orients, allengriechischen Geschichten vorgezogen zu werdenverdiente, wenn man auch nicht wüßte, daß siedurch den heiligen Geist eingegeben wordenwäre.

Was die drey ersten Monarchien anbelangt,so ist dasjenige, was die meisten unter denGriechen davon geschrieben haben, den verstän-digsten und weisesten Leuten Griechcnlandesselbst zweifelhaft vorgekommen. Plato ^ zeigtüberhaupt unter dem Namen der ägyptischenPriester, daß die Griechen in den Alterthümernüberaus unwissend gewesen: und Aristoteles hat

* eiuo in l'im. dieje-