Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

76 Bischof Bossuets Einleitung

Jahre nach nem Worte, alle seine Feldherren, die in den JahreUm Rom ' Waffen unter einem so großeil Eroberer aufge- ^r.Gcl..wachsen waren, giengen darauf um, sich durchdie Gewalt der Waffen die Herrschaft zuzueig-4Zo. neu. Sie opferten ihrem Ehrgeize die ganze Z24.

Familie des Alexanders, seinen Bruder, seine4Z6. Mutter, seine Gemahlinnen, seine Kinder, und zi8.4Z8. so gar seine Schwestern auf; man sah nichts zi6.

444. als blutige Schlachten, und schreckliche Empö- zio»

445. rungen und Veränderungen. Mitten unter die- 509.sen Unordnungen befreyten sich verfchiedne Völ-ker in Kleinasien , und in den benachbarten Län-dern, und stifteten die Königreiche, PontuS, Bi-thynien, und PergamuS. Die Güte des Lan-des machte sie hernach reich und machtig. Ar-menien warf zu eben der Zeit das Joch derMa-ccdonier ab, und wurde ein großes Königreich.

Die beyden MithridateS, Vater und Sohn, stif-4Zi. reten das Königreich, Cappadocien. Allein, die zsz.

beyden mächtigsten Monarchien, welche dazumal442. entstunden, waren die Aegyptische, welche Ptolo- Z12.mäus Lagus stiftete, von dem die Lagidcn her-kommen, und die Monarchie von Asien oderSyrien , welche SeleucuS aufrichtete, von deindie Seleuciden ihren Namen haben. Diefebegriff, außer Syrien , die weitläufigen und rei-chen Provinzen Oberasiens, welche das Reichder Perser ausmachten, und also erkannte derganze Orient die Herrschaft Griechcnlcindes, undlernte seine Sprache. Griechenland selbst warvon den Feldherren Alexanders, des Großen, un-terdrücket. Macedom'en, sein altes Königreich,welches dem ganzen Oriente Herren gab, warein Raub des Ersten / des Besten, der über das-selbe