Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
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96 Bischof Bossuets Einleitung

-Mre nach seiner Vorfahren seßen wollte, und die Weich- Jahre

Erb-der z^hkeit des unrechtmäßigen Besitzers ließ ihn al°v-<w. Gcb.^ ^608.' ^ hoffen. Bey seiner?lnnäherung wurde Ba- ^46.las bestürzt. Sein Schwiegervater, Philometor,erklärte sich wider ihn, weil ihn Balas nicht iirsein Königreich einnehmen wollte, und die hoch-mülhige Cleopatra, seine Gemahlinn, verließihn, um sich mit seinem Feinde zu vermählen, under kam endlich nach dem Verluste einer Schlachtdurch die Hände der Seinigcn um. Philometorstarb auch wenige Tage darauf an denWunden,dieer in der Schlacht empfangen hatte, und Syrien wurde auf einmal von zween Feinden befrei't.11m eben die Zeit sah man den Untergang zwogroßer Städte. Carthago wurde eingenommen,und vom Scipio Aemilianus in einen Aschen-haufen verwandelt, welcher durch diesen Siegden Namen, Africanus, seiner Familie erhielt,und sich als einen würdigen Erben des große»Scipio, seines Großvaters, erwies. Die StadtCorinth erfuhr eben dieses Schicksal, und dieRepublik der Achäer gieng mit ihr zu Grunde.Der Consul, Mummius, zerstörte diese Stadtvon Grund aus, welche die wollüstigste undprächtigste in ganz Griechenland gewesen war.Er ließ ihre unvergleichlichen Bildseulen nachRom bringen, ohne ihren Werth zu kennen.Die Römer waren in den Künsten der Grieche«»unwissend, und begnügten sich mit ihrer Wisien-, schaft, die sie im Kriege, in der Staatskunst undim Ackerbaue besaßen. Unter diesen syrischenUnruhen verstärkte», die Juden ihre Macht; Jo-nathaö wurde von beyden Parteyen gesucht, und

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