Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
99
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in die allgemeine Geschichte. 99

Iah« nach ergaben sie sich an seine Gemahlinn, Cleopatra, ^ahre

A ^'»«7 und an ihre Kinder; allein man mußte für die-»- Ar.Gcb.

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se noch sehr jungen Prinzen einen Beschuhsr su-chen. Diese Sorgfalt kam natürlicher Weiseauf den Antiochuö Sidetes, den Bruder des De-metriuö; Cleopatra ließ ihn also in allen ihrenKönigreichen erkennen. Sie that noch mehr;Phraates, ein Bruder und Nachfolger des Mi-thridateS, erkannte den Demetrius für Syriens König, und gab ihm seine Tochter, Rhodogune,zur Gemahlinn. Aus Haß gegen diese Neben-buhlerinn, welche der Cleopatra mit ihren: Ge-mahle die Krone raubte, vermahlte sie sich mit615. dem Antiochuö Sidetes, und beschloß, die Herr- ^schaft durch alle Arten von Verbrechen zu be-haupten. Der neue König griff den Tryphonan; Simon vereinigte sich in dieser Unterneh-mung mit ihm, und der Tyrann, welcher ausallen seinen festen Plätzen vertrieben wurde, en-619. digte sein Leben, wie ers verdiente. Als Antio-chus Meister von dem Königreiche war, vergaßer die Dienste gar bald, die ihm Simon gelei-stet hatte, und ließ ihn umkommen. Unterdessendaß er in Syrien alle seine Macht wider die Ju-den versammlete, folgte Johannes Hyrcanus ,ein Sohn des Simon, seinem Vater im Hohen-pricsterthume, und alles Volk unterwarf sichihm. Er hielt die Belagerung in Jerusalem mit vieler Tapferkeit aus, und der Krieg, mitdem Antiochuö wider die Parther schwangergieng, seinen gefangenen Bruder zu befreyen,machte, daß er mit den Jüden auf leidliche Be-dingungen Frieden schloß. Um diese Zeit, da

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