ic>8 Bischof Bossmts Einleitung
Brutus und Caßius glaubten, ihre Bürger zubefreyen, wenn sie ihn, ungeachtet seiner Gnade,als einen Tyrannen umbrachten. Rom siel daraufwieder in die Hände des Marcus AntoniuS,des Le-pidus,und des jungen Cäsar Octavianus,eines En-kels einer Schwester des Julius Cäsars,und seinesangenommenen Sohnes, dreyer unerträglichen71!» Tyrannen, deren Triumvirat und Achterklärun- ^.z.gen einem ieden, der sie liest, noch einen Abscheumachen. Allein sie waren allzugewaltsam, alsdaß sie hatten lange dauern sollen. Diese dreygroßen Manner theilten das römische Reich untereinander. Cäsar behielt Italien , und verwan-delte seine ersten Grausamkeiten nach und nachin Gelindigkeit, und bringt uns dadurch auf dieGedanken, daß er vielleicht von andern zur Grau-samkeit fortgerissen worden ist. Was noch von718. der Republik übrig war, gieng mit dem Brutus Z6.7-2» und Caßius völligzu Grunde. Nachdem Antonius Z2-und Cäsar den Lepidus verdrängt und erniedrigthatten, so wurden sie unter einander selbst uneinig.72?' Die ganze römische Macht zeigt sich auf dem Zi.Meere. Cäsar gewinnt die Seeschlacht bey demVorgebirge, Actium ; die ganze Macht des Kö-nigreiches Aegypten unddesOrientes,dieAntom 'u6anführte, wurde mit ihm zerstreut; alle seineFreunde verließen ihn, und selbst seine Cleo-patra, da er sich doch aus liebe zu ihr ins Ver-
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