Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
107
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in die allgemeine Geschichte. 107

Jahre nach Cicero , als durch die Gewalt der Waffen seines JahreStubtRvn? Kollegen, des C. Antonius , überwunden. Die K". Geb.' Freyheit des römischen Volkes wurde dadurchin keine größre Sicherheit gebracht. ,Pom-pcjuS herrschte im Senate, und sein großer Namemachte ihn zum unumschränkten Gebieter über

696. alle Berathschlagungen. Julius Cäsar über- 58»wand die Gallier, und keine Eroberung ist denRömern iemals nützlicher gewesen, als diese.Ein so großer Dienst, den er ihnen leistete, setzteihn in den Stand, zu seiner Herrschast in seinemVaterlande den Grund zu legen. Er wolltedem Pompejus im Anfange gleich, und hernachüberlegen seyn. Crassus besaß unermeßlicheReichthümer, und bildete sich deswegen ein, daßer wohl mir diesen beyden großen Männern auchihre Ehre theilen könnte, wie er ihr Ansehen mitihnen theilte. Er unternahm verwegner Weise

70c?. den Krieg wider die Parther , welcher für ihn 54.und sein Vaterland sehr traurig ablief. Die

701. Arsaciden, die Ueberwinder, verhöntcn den Ehr- ZZ»geiz der Römer, und den unersättlichen Geldgcizihres Feldherrn mit grausamen Verspottungen.Allein die Schande des römischen Namens warnicht die schlimmste Wirkung der Ueberwindungdes Crassus . Seine Gewalt hielt der Machedes Pompejus und des Cäsars die Wage, undnöthigte sie, wider ihren Willen, zur Eintracht.

?os. Mit seinem Tode wurde der Damm,der sie zurück-^ 49-

7^6. hielt,durchbrochcn. Die beyden Nebenbuhler,wel- 48.che alle Macht der Republik in ihren Händen hat-

707. ten, entschieden ihren Streit, aufden pharsalischen 47»

708. Gefilden in einer blutigen Schlacht.Der siegreiche 46.

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