!o6 Bischof Bcssuets Einleitung
Jahre nach wurde der römischen Gewalt schrecklich. CrajsuS JahreStadtRvm. ^nnte ihn nicht ganz zu Ende bringen ; man Chr. Geb.' mußte so gar den großen Pompejus wider siebrauchen. Lucullus erhielt im Oriente die Ober-
686. Hand. Die Römer giengen über den Euphrat ; 6z.allein so unüberwindlich dieser Feldherr vor seinenFeinden war, so wenig konnte er seine eignenSoldaten im Gehorsame erhalten. Mithrida-
tes verlohr, sooft er auch geschlagen wurde, seinenMuth doch nicht, und erholte sich immer wieder,und das Glück des Pompejus schien zur Endi-gung dieses Krieges nothwendig zu seyn. Erhatte das Meer von den Seeräubern acsäubert,
687. welche solches von Syrien ausbis an die hcrkuli- 67»schcn Seulen unsicher machten, und darauf wurde
er wider den Mithridates geschickt. Sein Ruhmschien dazumal den höchsten Gipfel erreicht zu
689« haben. Er überwältigte endlich diesen tapfern 65.
691» König; Armenien, wohin er flüchtete; Iberien ; 6z»Albanien, das ihn unterstützte; Syrien , welches^durch seine innerlichen Spaltungen und ver-schiedne Parteyen verwüstet wurde; Judäa ,wo die Uneinigkeit unter den Asmonäern, demHyrcan II , einem Sohne des Alexander Ian-näus, nichts, als einen Schatten der obersten Ge-walt übrig ließ, und endlich den ganzen Orient.Allein er würde seinen Triumph über so vieleVölker nicht haben fcyern können; wenn der Con-sul/ Cicero, nicht gethan hatte/ welcher die StadtRom aus den Flammen rettete,die Catilina,der dieVornehmsten unter dem römischen Adel auf seinerSeite hatte, anzünden wollte. Dieser furcht-bare Feind wurde mehr durch Beredsamkeit des
Cicero,