Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
111
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in die allgemeine Geschichte, m

Jahre nach eine Monarchie wird. Alle Künste blühten zu^burt^ seiner Zeit, und die lateinische Poesie wurde durchden Virgil und Horaz zu ihrer größten Vollkom-menheit gebracht, indem sie dieser Prinz dazunicht allein durch seine Wohlthaten, sondern auchdadurch aufmunterte, daß er ihnen einen freyenZutritt zu sich verstattete. Kurz auf die GeburtJesu Christi folgte der Tod des Herodes. SeinKönigreich wurde unter seine Kinder getheilt,und der vornehmste Theil fiel nicht lange daraufin die Hände der Römer . August vollendete8. seine Regierung mit vielem Ruhme. Tiberius ,den er an Kindes statt angenommen hatte, folgte. 14. ihm nach, ohne daß ihm solches streitig gemachtwurde, und das Reich wurde der Familie desCäsars, als erblich, zuerkannt. Rom mußte vonder grausamen Staatskunst des Tiberius vielleiden; der übrige Theil des römischen Reiches

16. war ziemlich ruhig. Germanicus, des TiberiusBrudernsohn , besänftigte die aufrührischen .Kriegsheerc, schlug das Reich aus, überwandden kühnen ArminiuS, setzte seine Eroberungen

19» bis an die Elbe fort, und da er sich durch die

28. Liebe dieser Völker zu ihm den Neid seines Oheimszugezogen hatte, so brachte ihn dieser Barbarentweder durch den Verdruß, den er ihm anthat,oder durch Gift um. Im fünfzehnten Jahredes Tiberius erschien Johannes, der Täufer. Je-

Zv» sus Christus ließ sich durch diesen seinen göttlichenVorlaufer taufen; der ewige Bater erkennteseinen vielgeliebten Sohn durch eine Stimmevom Himmel; der heilige Geist fuhr unter derfriedlichen Gestalt einer Taube auf den Erlöser

herab;