Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
114
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ii4 Bischof Bossuets Einleitung

Iahrenach Sie haben gezeigt, daß weder im Vollmonde,Christi Ge-wo Jesus Christus gestorben ist, noch in dem^ ' ganzen Jahre, wo man diese Verfinsterung be-merkt hat, keine Sonnenfinsterniß habe seynkönnen, die nicht übernatürlich gewesen sey. Wirhaben noch die eignen Worte des Phlegon, ei-nes Freygelaßnen des Hadrianus, die zu einerZeit angeführt worden smd,da man sein Buch, wieauch die syrischen Geschichten des Thallus, derihm gefolgt ist, noch gehabt hat. Das vierteJahr der 202 Olympiade,welches in den Jahrbü-chern des Phlegon angegeben wird, ist das Ster-bejahr unsers Heilandes.

Jesus Christus geht aus dem Grabe am drit-ten Tage, auf daß alle Geheimnisse vollendetwürden; er erscheint seinen Jüngern; er erhebtsich in ihrer Gegenwart in den Himmel zurRechten seines Vaters; er sendet ihnen den Hei-ligen Geist; die Kirche wird gepflanzet; die

37- Verfolgung geht an ; der heilige StcphanuS

40. wird gesteinigt, und der heilige Paulus bekehrt.KurzdaraufstirbtTiberlus. Caligula , der Sohnseines VrudernsohneS, den er cm Kindes Statt an-genommen hatte, ist sein Nachfolger, und seßt denErdkreis durch seine grausame und viehische Thor-heit in Erstaunen. Er laßt sich anbeten, undbefiehlt, daß seine Bildscule in den Tempel zu/ 4s. Jerusalem gesetzt werden soll. Ehäreas befreyt

48- die Welt von diesem Ungeheuer. Claudius kömmt, unangesehen seiner Dummheit, zur Re-

49. gierung. Er wird durch die Messaline, seineGemahlinn, geschändet, die er wieder verlangt,nachdem er sie hat umbringen lassen. Man ver-mahlt