Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
119
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in die allgemeine Geschichte. 119

Die Tugend der beyden Antoninen machte diesen Mre »achRainen zur Lust des römischen Volkes. Der ^n^Ge,Ruhm dieses schönen Namens wurde weder durch izv,die Weichlichkeit des Lucius Verus , eines Bru-ders des Marcus Aurelius , und seines Mitre-genten im Reiche, noch durch die viehischen Tha-ten des CommoduS , seines Sohnes und Nach-folgers, vertilgt. Dieser war eines solchenVaters unwürdig, und vergaß seine Lehren undseine Beyspiele. Der Senat, und die Völker 192,verabscheuten ihn ; diejenigen unter seinen Hof- 19Z,leuten, welche ihm noch die meisten Aufwartun-gen machten, und seine Beyschläferinn, ließenihn umbringen. Sein Nachfolger, Pertinax,ein muthiger Vertheidiger der Kriegszucht, mußtesich der Wut unbändiger und üppiger Solda-ten aufopfern laßen, die ihn kurz vorher, widerseinen Willen, zur höchsten Gewalt erhoben hat-ten. Das Reich, welches von der Armee zumVerkaufe ausgeboten wurde, fand einen Käu-fer. Der Rcchtsgelehrte, Didius Iuliauus, r?-?.wagte diesen kühnen Kauf; allein er kosteteihm das Leben; Severus ließ ihn umbrin- -95»gen, rächte den Pertinax, gieng aus dem Oriente 198»in den Occident hinüber, triumphirte in Syrien , 207 u.f.I.in Gallien und in Großbritannien . Er, dieser 208«schnelle Eroberer, glich dem Cäsar in Ansehungseiner Siege; allein er ahmte dem Cäsar in der 209.Gnade nicht nach. Er konnte unter seinen Kin- 211.dem keinen Frieden stiften. Baßian, oder Ca- 21:.racalla, sein ältester Sohn, ein einfältiger undfalscher Nachahmer Alexanders, des Großen,tödtete gleich nach dem Tode seines Vatcrs, sei-H 4 nen