Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

n8 Bischof Bossuets Einleitung

Jahre nach hielt eine gute Kriegszucht, lebte selbst so streng,burt.^' Soldat, und sehr mäßig, schaffte den

Provinzen Erleichterung, und brachte die Künste,und Griechenland , ihre Mutter, in Aufnehmen.

120. Die barbarischen Völker wurden durch seineWaffen,und durch seinAnschen, in Furcht erhalten.

12z. Er baute Jerusalem wieder/ und nennte diese

126. Stadt nach seinem Namen, daher sie den Namen,27. izo. Aclia hat; allein er verbannte die Juden dar-aus , welche sich bestandig wider das Reich em-

izi. Porten. Diese Hartnäckigen fanden einen un-

i)5. barmherzigen Rächer an ihm. Er verunehrteeine so rühmliche Regierung durch seine Grau-samkeiten , und unmenschlichen und ungeheuernWollüste. Sein ehrloser niederträchtiger An-rinous, aus dem er einen Gott machte, bedecktescin ganzes Leben mit Schande. Der Kaiserschien seine Fehler wieder gutzumachen, undseinen verlöschten Ruhm wieder herzustellen, in-

i?8. dem er den Antonin, den Frommen, an KindesStart annahm, welcher wiederum den MarcusAurelius , den Weisen und Philosophen, zu sei-

ibi.ein Sohne und Nachfolger erwählte. In die-sen beyden Prinzen zeigten sich sehr schöne Cha-raktere. Der Vater lebte steck im Frie-den , und war immer bereit, ihn seinen Feinden,

162« und dem Reiche zu geben. Sein Vater, Antonin,hatte ihn gelehrt, daß es besser wäre, einem ein-zigen Bürger das Leben zu erhalten, als tausend

169. Feinde zu schlagen. Die Parthcr, und Mar-comanner empfanden die Tapferkeit des Mar-cus Aurelius ; die letzten Feinde, die er über-wältigt hatte, als er starb, waren die Deutschen.